IFA 2026: Die Highlights der Technikmesse in Berlin

Foto: IFA Berlin/www.introduce-productions.de/Dominik Tryba
Neue TV-Technik, KI-Smartphones, mitdenkende Haushaltsgeräte und Roboter: Das sind die Highlights der IFA 2026 in Berlin im Überblick.
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Die IFA in Berlin ist die traditionsreichste Technikmesse Europas, und vom 4. bis 8. September 2026 zeigt sie wieder, wohin sich Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte entwickeln. Künstliche Intelligenz ist in den Hallen inzwischen überall zu Hause: Sie stimmt das Fernsehbild ab, wählt das Waschprogramm und beantwortet Fragen zum Rezept. Dazu kommen zwei Themen, die dieses Jahr besonders viel Raum bekommen: das vernetzte Zuhause und die Robotik. Dieser Überblick zeigt dir, welche Neuheiten die Hersteller nach Berlin mitgebracht haben.
Fernseher: grössere Bilder, klügere Software
Bei den Fernsehern geht die Entwicklung dieses Jahr in zwei Richtungen: Die Bildschirme werden grösser und flacher, und die Software übernimmt immer mehr Feinarbeit bei Bild und Ton. LG reist mit einem KI-TV-Line-up rund um den α11 AI Prozessor Gen3 an, dazu gehört der AI Concierge, der Inhalte passend zu deinen Sehgewohnheiten vorschlägt. Der eigentliche Hingucker ist der LG OLED evo W6 Wallpaper TV mit nur 9,9 Millimetern Gehäusetiefe. Für kleinere Räume interessant: der 32 Zoll grosse StanbyME 2 Max, ein 4K-Lifestyle-Screen, der sich vom Standfuss lösen, an die Wand hängen oder von Zimmer zu Zimmer mitnehmen lässt.
Seinem Markenzeichen treu bleibt Philips: Der PQS9001 «The One» misst 100 Zoll und ist laut Hersteller der weltweit grösste Ambilight-TV – mit Dolby Vision 2, 144 Hertz Bildwiederholrate und 50 Watt 2.1-Sound. Das aktuelle Flaggschiff OLED+951 kombiniert ein Tandem-OLED-Panel mit Dolby Vision 2 Max, 165 Hertz und vierseitigem Ambilight mit AmbiScape.
Auf Micro RGB setzt weiterhin Samsung, im Gepäck der OLED S99H und der Micro RGB R95H. Beide bringen den Assistenten «Vision AI Companion» mit, der Bild und Ton in Echtzeit anpasst und Zusatzfunktionen fürs Schauen von Sport und fürs Gaming bereithält. Bei Sony wächst die Flaggschiff-Reihe um den Bravia 6, einen OLED-TV mit bis zu 83 Zoll, Dolby Vision, Dolby Atmos und KI-Integration.
Einen anderen Weg geht TCL: Die SQD-TVs mit Super Quantum Dots sollen den Abstand zwischen hellen LCD-Bildern und den tiefen Schwarzwerten von OLED weiter verkleinern – unterstützt von einem grossen Farbraum und Tausenden Dimmingzonen.
Was in der Klasse um 32 Zoll möglich ist, führt Metz mit dem Cubus compact R vor: Triple Twin Tuner und ein digitaler Recorder mit 1 Terabyte Speicher. Und wer draussen fernsehen möchte, findet bei Sylvox den Frameless Pro Outdoor-TV mit 4K-UHD-Display, bis zu 2000 Nits Helligkeit, Google TV und Dolby Atmos.

Foto: Sebastian Reuter/Getty Images for Samsung
Smartphones mit Falt-Display, starken Kameras und viel Akku
Eine Premiere gleich zum Auftakt: Xiaomi stellt zum ersten Mal an der IFA aus und bringt die Smart-Home-Marke Mijia nach Europa mit. Am Stand steht das Falt-Flaggschiff Xiaomi 18 Fold, das erste Smartphone mit dem neuen XRING-O3-Chip. Daneben zeigt der Hersteller das kürzlich veröffentlichte Xiaomi 17T in den Varianten 17T und 17T Pro mit Leica-Optik, ausdauerndem Akku und augenschonendem Display. Ein Ausblick über die Elektronik hinaus: Mit Xiaomi Auto will der Konzern im kommenden Jahr in den europäischen Markt einsteigen.
Deutlich klassischer bleibt das Galaxy S26 FE von Samsung. Mit My FanCam verfolgt die Kamera Personen im Video automatisch, dazu kommen KI-Funktionen wie Now Brief und Now Nudge. Es ist zudem das erste Gerät des Herstellers, das direkt mit der neuen Oberfläche One UI 9 ausgeliefert wird.
Um Optik geht es bei der Brilliant Collection von Motorola: Nach Berlin kommt das Razr 70 in der Swarovski-Edition. Einen ganz anderen Weg geht Oukitel mit dem WP70 Ultra: 16 000 mAh Akkukapazität, 108-Megapixel-Kamera und eine integrierte Wärmebildkamera richten sich an alle, die viel draussen unterwegs sind. TCL wiederum setzt mit der Reihe P80 NXTPAPER auf Displays, die beim längeren Lesen weniger anstrengen als herkömmliche Bildschirme.
Beim Zubehör fällt das Power Pack Fold von Hama auf, das Netzladegerät und Powerbank in einem Gerät vereint – praktisch für alle, die im Zug pendeln und arbeiten. Die MagStand Charging Station von Anker versorgt als All-in-one-Lösung Smartphone, Tablet und teilweise sogar Notebooks mit Strom.
Beliebte Smartphones
Notebooks: mehr KI-Leistung und längere Lebensdauer
Reparieren statt ersetzen: Acer stellt mit dem Vero 16 ein Notebook vor, das sich ohne Werkzeug öffnen lässt. SSD und Akku kannst du damit selbst tauschen, was die Lebensdauer des Geräts deutlich verlängern kann. Spannend ist auch das Konzept Project DualPlay Mini: eine Handheld-Konsole, auf der sich dank dreh- und klappbarem Design arbeiten und spielen lässt.
Auf KI-Rechenleistung setzt Asus: Zu sehen sind die Notebooks ProArt P16 und P14 sowie das GR1X, ein Windows-Rechner, der speziell für persönliche KI-Agenten gebaut wurde. In allen drei Geräten steckt der NVIDIA RTX Spark, der bis zu 1 Petaflop an KI-Leistung liefert. Samsung ergänzt sein Portfolio um das Galaxy Book6, ein 14-Zoll-Notebook mit Intel-Core-5-Prozessoren, zahlreichen KI-Funktionen und bis zu 25 Stunden Akkulaufzeit.

Foto: Acer
Haushaltsgeräte, die mitdenken
In der Küche
Unter dem Motto «Das Ende der Hausarbeit ist in Sicht» bringt Miele gleich mehrere Neuheiten nach Berlin. Der CulinaryCoach in der Miele-App erfasst Rezepte, beantwortet Fragen dazu und schickt die passenden Einstellungen direkt an den Backofen. Nach dem Essen übernimmt der Geschirrspüler G8 Diamond: Eine Kamera erkennt die Beladung und wählt das Programm aus. Noch einen Schritt weiter geht die Studie «Cary», eine Waschmaschine, die sämtliche Einstellungen selbst trifft. Wie viel davon tatsächlich im Sortiment der Haushaltsgeräte landet, zeigt sich meist erst im Jahr nach der Messe.
Ein Update erhalten hat der KI-Backofen iQ700 von Siemens. Neben mehr als 100 Standardgerichten merkt er sich neu auch eigene Favoriten: Du legst ein Gericht selbst an, und beim nächsten Mal erinnert sich der Ofen an die genaue Zubereitung. Optisch fallen die neuen iconic-Geräte auf, die erstmals in schwarzem Hochglanz erscheinen.
Unter dem Titel «The Art of Hosting» zeigt AEG mit OnePot Pasta das erste Kochfeld, das auf die Zubereitung italienischer Teigwaren spezialisiert ist. Der neue 3-in-1-Ofen kann Pizza backen, dient aber auch als regulärer Backofen und als Heissluftfritteuse – eine Kombination, die in kleinen Stadtküchen Platz spart. Der Geschirrspüler mit QuickSelect 2.0 wird über einen Schieberegler bedient.
Beim Waschen, Saugen und Wischen
Ein komplettes Haushalts-Line-up bringt LG mit: einen Premium-Trockner, der noch dieses Jahr erhältlich sein soll, einen Kühlschrank, der dank KI-Speichermodus die Nutzungsdaten von drei Wochen auswertet und die Kühlleistung automatisch anpasst, sowie einen Geschirrspüler mit Hybrid-Air-Dry-Technologie, die für mehr Luftzirkulation und kürzere Trocknungszeiten sorgt.
Platz spart die AI Laundry Station von Hisense: ein Turm aus Waschmaschine und Trockner mit über 40 Programmen und automatischer Selbstreinigung.
Bei der Reinigung wird es heiss: Dreame zeigt mit dem Aqua20 Pro Ultra Roller X Complete erstmals einen Dampf-Saug-Wischroboter. Er wischt mit heissem Wasser und löst hartnäckige Flecken mit 180 °C heissem Dampf, eine ausfahrbare Wischrolle erreicht auch Kanten und Ecken. Der MOVA V70 Ultra Complete setzt mit 40 000 Pa Saugleistung und einer 16 Zentimeter langen Moppverlängerung neue Massstäbe. Und der Waschsauger Kärcher SE2 Spot ActiveHeat reinigt Teppiche und Textilien auf Wunsch ebenfalls heiss, sofern das Material es zulässt.

Foto: Miele
Smart Home: Router, Licht und Steuerzentralen
Dass die nächste WLAN-Generation vor der Tür steht, zeigt TP-Link mit einem ersten Wi-Fi-8-Portfolio. Versprochen werden höhere Übertragungsraten, mehr Reichweite und vor allem weniger Verbindungsabbrüche, wenn viele Geräte gleichzeitig funken. Bis der Standard voraussichtlich 2028 offiziell verabschiedet wird, bleibt Wi-Fi 7 bei Routern der aktuelle Stand.
Passend zum 40-Jahr-Jubiläum zeigt FRITZ! mit der FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90 eine neue Generation im vollständig überarbeiteten Design. Das Gerät kommt sowohl mit Glasfaser- als auch mit DSL-Anschlüssen zurecht, funkt im Triband mit bis zu 12,2 Gbit/s und liefert Multi-Gigabit über WLAN und LAN. Mit an Bord sind ausserdem Wi-Fi 7 sowie die Smart-Home-Standards Zigbee und DECT. Auch devolo hat neue Geräte im Gepäck, die ein leistungsfähiges Netzwerk im ganzen Haus versprechen – darunter das Mesh-System devolo WiFi 7 Mesh BE9300 Tri-Band mit Übertragungsraten von bis zu 9300 Mbit/s.
Beim Licht kündigt Philips Hue neue Softwarefunktionen an, darunter KI-gestützte Einstellungen für die Lichtautomatisierung und Back-ups. Wichtiger als jede einzelne Lampe ist aber die geplante Öffnung des Systems: Bald sollen sich Sonos-Lautsprecher über Hue-Schalter steuern und Nanoleaf Shapes in die Beleuchtung einbinden lassen. Neu in der smarten Beleuchtung sind ausserdem das Seillicht Liane mit 360-Grad-Abstrahlung und die Aussenbeleuchtung Festavia. Das Govee Sky Ceiling Light ruft nicht nur fertige Szenarien ab, sondern simuliert auf Wunsch Tageslicht – ein Argument für alle, die im Winterhalbjahr im Homeoffice sitzen.
Neu sortiert präsentiert sich Anker: Marken wie eufy und soundcore laufen künftig unter dem Dach «One Anker». Dazu kommt mit der MindBase eine KI-Steuerungszentrale fürs Smart Home. Sie vernetzt Geräte, dient als lokaler Speicher und übernimmt Sicherheitsaufgaben.
Zehn Jahre Smart Home feiert Bosch und erweitert sein Home+-Netzwerk um zentrale Funktionen. Im Messeportfolio stehen zudem Wärmepumpen und Klimageräte im Fokus – ein Thema, das durch den laufenden Ersatz von Öl- und Gasheizungen zusätzlich an Bedeutung gewinnt.

Foto: TP-Link
Roboter für Wohnung und Garten
Wie ernst es die IFA mit dem Thema Robotik meint, zeigt schon das Rahmenprogramm: Mit «Robots on the Runway» steht erstmals eine eigene Show im Kalender. Humanoide und andere Roboter zeigen dort auf der Bühne, was sie können, vom Tanzen bis zum Überwinden von Hindernissen. Der grösste Publikumsmagnet ist der Iron von XPENG. Der humanoide Roboter bewegt sich auffällig menschlich, greift Objekte und hält dabei das Gleichgewicht. Für die Rechenleistung sorgen verbaute Turing-Chips mit 2250 Tera-Operationen pro Sekunde.
Deutlich näher am Alltag ist der Roborock Saros Rover. Der Saugroboter steht auf «Beinen» und kommt damit über Hindernisse wie Stufen hinweg. Damit rückt eine Grenze ins Wanken, an der bisherige Saug- und Wischroboter stets gescheitert sind: Wohnungen mit mehreren Ebenen und hohe Türschwellen, wie sie in älteren Liegenschaften häufig vorkommen.
Auch im Garten greifen die Maschinen zu: Mova und Navimow zeigen Mähroboter mit Greifarm, die Äste oder liegen gebliebenes Spielzeug selbst aus dem Weg räumen, statt darum herumzufahren.
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FAQ zur IFA 2026
Wann und wo findet die IFA 2026 statt?
Die IFA 2026 läuft vom 4. bis 8. September 2026 auf dem Messegelände in Berlin. Sie ist sowohl Fach- als auch Publikumsmesse, Tickets gibt es online über die offizielle Website.
Welche Themen prägen die IFA 2026?
Vor allem künstliche Intelligenz, und zwar quer durch alle Kategorien. Sie passt Bild und Ton am Fernseher in Echtzeit an, steuert Backöfen und Geschirrspüler und bildet die Grundlage neuer Smart-Home-Zentralen. Der zweite grosse Schwerpunkt ist die Robotik: von humanoiden Modellen bis zu Saug- und Mährobotern, die Hindernisse selbst aus dem Weg räumen.
Welche Premieren gibt es an der IFA 2026?
Xiaomi ist erstmals mit einem eigenen Stand vertreten und bringt die Smart-Home-Marke Mijia nach Europa. Dreame zeigt den ersten Dampf-Saug-Wischroboter im eigenen Sortiment, Mova und Navimow ihre Mähroboter mit Greifarm. Dazu kommen zwei Jubiläen: FRITZ! feiert 40 Jahre, Bosch zehn Jahre Smart Home.
Was ist Wi-Fi 8 und wann kommt es?
Wi-Fi 8 ist die kommende WLAN-Generation. Sie soll höhere Übertragungsraten und mehr Reichweite bringen, vor allem aber stabilere Verbindungen, wenn viele Geräte gleichzeitig funken. Erste Geräte sind auf der Messe zu sehen, offiziell verabschiedet wird der Standard voraussichtlich 2028.
Was steckt hinter «Robots on the Runway»?
Das ist ein neues Showformat der IFA. Humanoide und andere Roboter treten dabei auf einer Bühne auf und zeigen, was sie können – vom Tanzen bis zum Überwinden von Hindernissen. Es ist das erste Mal, dass die Messe der Robotik ein eigenes Bühnenprogramm widmet.
Fazit: Ein Ausblick auf das nächste Technikjahr
Die IFA 2026 zeigt eine Branche, die weniger über einzelne Rekordwerte spricht als über das Zusammenspiel der Geräte. Fernseher stimmen Bild und Ton selbst ab, Haushaltsgeräte erkennen ihre Beladung, Router bereiten die nächste WLAN-Generation vor und Roboter bewegen sich erstmals sichtbar aus der Nische heraus. Vieles davon ist noch Studie oder Prototyp. Der Rest wird in den kommenden Monaten Stück für Stück in den Regalen auftauchen – und zeigt schon jetzt, in welche Richtung sich Wohnzimmer, Küche und Heimnetz entwickeln.
