Tintenstrahl, Laser oder Tintentank: Welcher Drucker passt zu Schule und Familie?
Inhalt
- Tintenstrahl, Laser oder Tintentank: So funktionieren die Technologien
- Was ein Drucker kostet: Anschaffung und Folgekosten im Blick
- Welche Druckertechnik passt zum Schulalltag?
- WLAN oder Kabel: Was beim Anschluss zählt
- Ein kleiner Drucker fürs Kinderzimmer
- Druckerpatronen: Worauf du beim Kauf achten solltest
- FAQ
- Fazit: Ein guter Drucker für die Schulzeit spart Nerven – nicht nur Geld

Foto: Vitali Rimdejka
Tintenstrahl, Laser oder Tintentank: Finde heraus, welcher Drucker zum Schulstart zu deiner Familie passt – inklusive Tipps zu Druckerpatronen.
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Kurz vor dem Schulstart macht der Drucker zu Hause schlapp? Ausgerechnet dann, wenn der neue Stundenplan, die Anmeldung für Freizeitaktivitäten oder das erste Arbeitsblatt ausgedruckt werden soll? Wer jetzt ein neues Modell braucht, hat die Wahl zwischen drei Technologien: Tintenstrahl, Laser und Tintentank. Wir erklären dir, wie sie funktionieren, was sie langfristig kosten und welche Technologie am besten zu deinem Schulalltag passt.
Tintenstrahl, Laser oder Tintentank: So funktionieren die Technologien
Bei der Suche nach dem passenden Drucker wirst du vor allem auf drei Technologien stossen. Es lohnt sich, die Unterschiede zu verstehen, damit du das Modell auswählst, das wirklich zu deinen Bedürfnissen und zum Schulalltag passt.
Tintenstrahldrucker: Bei einem Tintenstrahldrucker fährt ein Druckkopf über das Blatt und spritzt dabei winzige Tröpfchen flüssiger Tinte durch feinste Düsen aufs Papier. Genau das macht diese Drucker so gut für Farben und Fotos: Da sich die Tröpfchen so fein dosieren und mischen lassen, entstehen weiche Farbverläufe, wie sie für Fotos oder bunte Schulplakate benötigt werden. Der Haken an dieser Technik ist jedoch, dass die Düsen bei längerer Nichtbenutzung eintrocknen und verstopfen können. Wenn du also nur sehr sporadisch druckst, kann es sein, dass beim nächsten Ausdruck erst ein Reinigungslauf nötig ist, der zusätzlich Tinte verbraucht.
Laserdrucker: Ein Laserdrucker arbeitet komplett anders. Statt mit flüssiger Tinte druckt er mit einem feinen Toner-Pulver. Im Inneren des Geräts wird eine Bildtrommel elektrostatisch aufgeladen, ein Laserstrahl zeichnet darauf das Motiv, und genau an diesen aufgeladenen Stellen bleibt der Toner haften. Anschliessend wird das Pulver mit Hitze auf das Papier geschmolzen und fixiert. Dadurch sind frisch gedruckte Laserseiten sofort trocken und verschmieren nicht. Für reinen Text ist das ideal, die Schrift wirkt gestochen scharf. Und weil eine Tonerkartusche oft mehrere Hundert bis über tausend Seiten schafft, bevor sie leer ist, hält sie in einem durchschnittlichen Schülerhaushalt häufig ein ganzes Semester oder länger.
Tintentank-Drucker: Ein Tintentank-Drucker ist im Grunde ein Tintenstrahldrucker, bei dem die Tinte nicht in kleinen, austauschbaren Patronen, sondern in grossen, meist durchsichtigen Tanks seitlich am Gerät sitzt. Diese Tanks lassen sich mit Nachfüllflaschen auffüllen, sobald sie leer sind. Der Vorteil liegt auf der Hand: Eine Nachfüllflasche liefert deutlich mehr Seiten als eine kleine Patrone und kostet dabei weniger. Der Preis pro gedruckter Seite sinkt so auf einen Bruchteil dessen, was du bei einem klassischen Tintenstrahldrucker zahlst. Dafür ist der Anschaffungspreis des Geräts selbst höher, weil die grossen Tanks und die zusätzliche Technik zunächst mehr Material kosten.
Beliebte Druckermodelle
Was ein Drucker kostet: Anschaffung und Folgekosten im Blick
Ein Drucker für 40 Franken wirkt auf den ersten Blick günstig. Sind die passenden Druckerpatronen dafür aber teuer und liefern nur wenige Seiten, kann das Gerät schon nach ein oder zwei Jahren mehr gekostet haben als ein teureres Modell. Deshalb lohnt sich ein Blick auf den Preis pro Seite. So rechnest du ihn aus: Patronenpreis geteilt durch die Anzahl Seiten, die eine Patrone schafft. Hersteller geben diese Seitenzahl als «Reichweite» oder «Seitenkapazität» auf der Verpackung oder in der Produktbeschreibung an, meist nach einem genormten Testverfahren mit rund 5 Prozent Deckung pro Seite. Kostet eine Patrone zum Beispiel 20 Franken und reicht laut Hersteller für 200 Seiten, liegt der Preis pro Seite bei 10 Rappen. Wird bei dir regelmässig und viel gedruckt, etwa weil mehrere Kinder gleichzeitig zur Schule gehen, lohnt sich dieser Blick auf die Folgekosten ebenso wie der auf den Kaufpreis selbst.

Foto: New Africa
Welche Druckertechnik passt zum Schulalltag?
Für die Wahl lohnt sich eine einfache Überlegung: Was wird bei dir hauptsächlich gedruckt? Geht es vor allem um Hausaufgaben, Lernzettel und Arbeitsblätter, also reinen Text, ist ein Laserdrucker fast immer die praktischste Wahl. Er druckt schnell, die Seiten sind sofort einsatzbereit, und weil der Toner so lange hält, musst du selten nachkaufen.
Dabei stellt sich auch gleich eine Grundsatzfrage: Brauchst du überhaupt einen Farbdrucker? Wird bei dir vor allem Text gedruckt, reicht ein Schwarz-Weiss-Laserdrucker völlig aus und ist in der Anschaffung wie im Unterhalt günstiger als ein Farbgerät. Erst wenn regelmässig Bilder, Präsentationen oder Bastelvorlagen fürs Schulzimmer dazukommen, lohnt sich der Aufpreis für Farbe.
Eine weitere Grundsatzfrage betrifft das Scannen: Gerade zum Schulstart müssen unterschriebene Anmeldeformulare oder Einverständniserklärungen oft wieder zurück an die Schule. Wer das regelmässig braucht, sollte statt eines reinen Druckers gleich zu einem Multifunktionsgerät mit Scanner- und Kopierfunktion greifen. Für gelegentliches Scannen reicht oft auch die Handykamera mit einer Scan-App.
Geht es häufiger um Farbe, etwa weil für Präsentationen Bilder ausgedruckt werden, Bastelprojekte anstehen oder mal ein Poster fürs Zimmer entsteht, wird ein Tintenstrahl- oder Tintentank-Drucker interessanter. Bei gelegentlichem Farbdruck reicht ein normaler Tintenstrahldrucker völlig aus. Wird dagegen regelmässig und in grösseren Mengen gedruckt, spielt ein Tintentank-Drucker seine niedrigeren Seitenkosten aus und macht sich über die Zeit bezahlt. Farbige Laserdrucker gibt es zwar ebenfalls, für Fotos und bunte Schulprojekte mit vielen Bildern liefert die Tintenstrahl-Technik aber in der Regel die schöneren Ergebnisse.
Drucker mit Scan-Funktion
WLAN oder Kabel: Was beim Anschluss zählt
Neben der Drucktechnik lohnt es sich auch, darauf zu achten, wie der Drucker mit deinen Geräten verbunden wird. Ein WLAN-Drucker meldet sich im heimischen Netzwerk an und lässt sich danach von jedem Gerät aus ansteuern, das im selben Netzwerk ist – vom Laptop im Büro bis zum Tablet im Kinderzimmer. Dank Standards wie AirPrint (für iPhone und iPad) und Mopria (für Android) klappt das meist ohne zusätzliche Software. Das funktioniert auch für Dokumente aus dem Schulportal: Lädt dein Kind dort ein PDF mit den Hausaufgaben herunter, lässt es sich direkt vom Tablet aus drucken, ganz ohne Umweg über den Computer. Der Nachteil: Bei überlastetem oder instabilem WLAN kann der Druckauftrag hängen bleiben.
Ein Drucker, der nur per USB-Kabel angeschlossen wird, ist in der Einrichtung denkbar einfach: Kabel rein, fertig. Er läuft unabhängig vom Netzwerk, was ihn zuverlässig macht. In der Regel lässt er sich aber nur von dem einen angeschlossenen Computer aus direkt bedienen. Für einen Familienhaushalt mit mehreren Kindern, Tablets und Laptops ist eine Druckerverbindung über WLAN deshalb meist die praktischere Wahl. Wenn du nur einen Computer hast, der direkt neben dem Drucker steht, ist ein einfacher Kabeldrucker eine unkomplizierte und oft günstigere Alternative. Die meisten aktuellen Modelle bieten inzwischen beide Optionen, sodass du dich nicht festlegen musst.

Foto: fotofabrika
Ein kleiner Drucker fürs Kinderzimmer
Nicht jeder Schreibtisch hat Platz für ein grosses Gerät, und gerade im Kinderzimmer oder in einer kleinen Homeoffice-Ecke soll ein Drucker möglichst wenig Platz einnehmen. Bei kompakten, kleinen Druckern lohnt sich neben der reinen Grösse vor allem ein Blick auf zwei Dinge: WLAN und Bedienung. Drucker mit WLAN lassen sich direkt vom Tablet, Laptop oder Handy aus ansteuern. Das funktioniert ganz ohne Kabel, das über den Schreibtisch verlegt werden müsste – praktisch, wenn Hausaufgaben am Tablet geschrieben und dann schnell ausgedruckt werden sollen. Und weil gerade jüngere Kinder den Drucker möglichst selbstständig bedienen sollen, hilft ein einfaches, übersichtliches Bedienfeld ohne verschachtelte Menüs deutlich mehr als zusätzliche Funktionen, die ohnehin kaum gebraucht werden.
Bei der Technik gilt: Die meisten kompakten Modelle sind Tintenstrahldrucker, weil die Lasertechnik mit Bildtrommel und Fixiereinheit mehr Platz im Gehäuse braucht. Für ein Kinderzimmer, in dem nur gelegentlich ein Arbeitsblatt oder eine Bastelvorlage gedruckt wird, ist das ideal: Kleine Tintenstrahldrucker sind zudem meist leiser als grosse Multifunktionsgeräte.
Kompakte Tintenstrahldrucker
Druckerpatronen: Worauf du beim Kauf achten solltest
Damit dein Drucker zuverlässig läuft, lohnt sich beim Kauf von Druckerpatronen ein genauer Blick. Grosse Patronen, oft mit dem Kürzel XL gekennzeichnet, liefern deutlich mehr Seiten als kleine Standardpatronen und sind darum pro Seite meist günstiger, auch wenn der Preis im Regal höher wirkt. Wichtig ist ausserdem, ob ein Drucker einzelne Farbpatronen verwendet oder eine Kombipatrone: Bei Kombipatronen muss die komplette Patrone ersetzt werden, sobald nur eine einzige Farbe leer ist, während sich bei einzelnen Farbpatronen wirklich nur die leere Farbe austauschen lässt. Original-Druckerpatronen sind zudem exakt auf die Chemie des jeweiligen Druckkopfs abgestimmt und liefern deshalb in der Regel die verlässlichste und farbechteste Druckqualität. Druckst du sehr häufig, lohnt sich der Blick auf ein nachfüllbares Tintentank-System als Alternative zu klassischen Patronen. Das ist nicht nur günstiger, sondern auch nachhaltiger: weniger Plastikmüll durch seltener wechselnde Patronen.
Leere Patronen und Toner gehören zudem nicht in den Hausmüll, sondern in die Rücknahmeboxen im Handel, wo sie fachgerecht recycelt werden.

Foto: Manuela Schacht
FAQ
Welcher Drucker eignet sich am besten für den Schulalltag?
Für Hausaufgaben und Textdokumente ist ein Laserdrucker meist am praktischsten. Werden auch Bilder oder bunte Präsentationen gedruckt, lohnt sich eher ein Tintenstrahl- oder Tintentank-Drucker.
Was ist der Unterschied zwischen Laserdrucker und Tintenstrahldrucker?
Ein Laserdrucker druckt mit Toner-Pulver und eignet sich besonders für viel Text, weil er schnell druckt und der Toner lange hält. Ein Tintenstrahldrucker arbeitet mit flüssiger Tinte und liefert bessere Ergebnisse bei Farben und Fotos.
Wofür sind Epson-Drucker bekannt?
Epson-Drucker sind vor allem für ihre Tintentank-Modelle bekannt, die EcoTank-Reihe. Wer regelmässig viel druckt, spart damit langfristig bei den Druckerpatronen.
Warum lohnt sich ein kleiner Drucker fürs Kinderzimmer?
Ein kleiner Drucker braucht wenig Platz auf dem Schreibtisch, ist meist leiser als ein grosses Multifunktionsgerät und lässt sich dank WLAN einfach vom Tablet aus bedienen – praktisch für Hausaufgaben im Kinderzimmer.
Worauf sollte ich beim Kauf von Druckerpatronen achten?
Achte auf XL-Patronen für einen günstigeren Preis pro Seite, auf einzelne Farbpatronen statt Kombipatrone und auf Original-Druckerpatronen für eine verlässliche Druckqualität.
Sind Canon-Drucker gut für Fotos und Schulprojekte geeignet?
Ja, Canon-Drucker sind für ihre gute Farb- und Fotoqualität bekannt und daher eine gute Wahl, wenn öfter Bilder oder bunte Schulplakate gedruckt werden.
Fazit: Ein guter Drucker für die Schulzeit spart Nerven – nicht nur Geld
Beim Drucker lohnt sich ein Blick über den Kaufpreis hinaus. Entscheidend ist, wie oft bei euch zu Hause gedruckt wird und welche Unterlagen im Alltag anfallen: Arbeitsblätter, Stundenpläne, Präsentationen oder Bastelvorlagen. Wer Druckvolumen, Folgekosten und Einsatzbereich realistisch einschätzt, findet schneller ein Modell, das nicht nur günstig wirkt, sondern im Schuljahr zuverlässig mitläuft.
Suchst du zum Schulstart noch einen passenden Laptop? Dann empfehlen wir dir, diesen Artikel zu lesen.
