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Preisanstieg bei RAM, SSD und Co.: Darum solltest du jetzt noch zugreifen

Team MediaMagazin25. MÄRZ 2026
Person öffnet einen Computer, Blick auf das Innengehäuse mit RAM- und SSD-Modulen sichtbar.

Foto: NorGal

RAM, SSD, HDD und Chips werden immer teurer. Wir erklären dir hier die Gründe und warum du jetzt noch zugreifen solltest. Jetzt mehr erfahren.

🕑 Lesedauer: 4 Minuten

2026 steigen die Preise für RAM, SSDs, HDDs und Chips spürbar. Das bekommen all jene zu spüren, die ihren PC aufrüsten, neue Spiele installieren oder einfach mehr Speicher brauchen. Gehörst auch du dazu? Dann solltest du jetzt handeln. Wir erklären dir, was RAM und SSD eigentlich sind, warum die Preise steigen und wie du clever kaufst.

RAM und SSD einfach erklärt

Wer sich für Technik interessiert, dem sind die Begriffe RAM und SSD sicher nicht fremd. Doch was ist eigentlich noch einmal der Unterschied?

Es handelt sich bei beiden um Abkürzungen. RAM steht für «Random Access Memory» und meint den Arbeitsspeicher deines Computers, also das Kurzzeitgedächtnis. Alles, womit der Rechner gerade arbeitet – offene Programme, Spiele oder Webseiten – wird hier gespeichert. Der Vorteil: der Prozessor kann blitzschnell darauf zugreifen. Der Nachteil: Sobald der PC ausgeschaltet wird, gehen die Daten verloren.

Die SSD, kurz für «Solid State Drive», ist das Langzeitgedächtnis. Alles, was dauerhaft gespeichert werden soll – Fotos, Videos, Spiele oder das Betriebssystem – liegt hier sicher. SSDs sind schneller und robuster als klassische Festplatten, während HDDs – kurz für Hard Disk Drive – ebenfalls langfristig speichern, aber langsamer sind. Wer seine Daten von einer alten Festplatte auf eine SSD übertragen möchte, findet im folgenden Artikel eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Klonen von Festplatten auf SSD in Windows.

In anderen Worten: RAM ist für das schnelle Arbeiten zuständig, SSD/HDD für das sichere Aufbewahren deiner Dateien.

RAM ist immer vorhanden, SSD nicht zwingend

Jeder moderne Computer ist mit RAM ausgestattet. Denn ohne Arbeitsspeicher kann der Prozessor nicht arbeiten und der Rechner startet erst gar nicht. Eine SSD ist dagegen nicht zwingend in jedem Gerät verbaut. Viele ältere oder günstigere PCs setzen noch auf HDDs, während aktuelle Modelle meist eine SSD nutzen – oft sogar in Kombination mit einer HDD: SSD für das Betriebssystem und Programme, HDD für grosse Datenmengen.

RAM, SSD und Co.:

Warum die Preise steigen Die Preise für RAM, SSDs und Co. steigen derzeit deutlich und das aus mehreren nachvollziehbaren Gründen. Wer verstehen will, warum Speicher gerade teurer wird, muss sich folgendem Zusammenhang bewusst sein:

  • Gedrosselte Produktion der Hersteller

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach PCs und Smartphones zurückgegangen. Viele Speicherhersteller haben deshalb ihre Produktion von DRAM- und NAND-Chips reduziert, um Überkapazitäten zu vermeiden. Dadurch wurde weniger Speicher produziert als zuvor.

  • Neue Nachfrage durch KI-Server und Verknappung für Endkunden

Jetzt zieht die Nachfrage jedoch wieder an. Grund ist der aktuelle KI-Boom, genauer gesagt die vielen KI-Server, die für das Training und den Betrieb grosser KI-Modelle enorme Mengen an Speicher benötigen. Besonders gefragt sind leistungsstarke Speicherlösungen wie HBM sowie spezielle DRAM-Module für Server. Diese stark steigende Nachfrage belastet die vorhandenen Produktionskapazitäten. Dadurch stehen teilweise weniger Chips für klassische PC-RAM- und SSD-Module zur Verfügung. Das führt auch bei Endkunden zu höheren Preisen.

Speicherchips als wichtigster Kostentreiber

Der wichtigste Kostentreiber bei RAM, SSDs und vielen anderen Hardware-Komponenten sind die Speicherchips selbst. Sowohl Arbeitsspeicher als auch moderne SSDs basieren auf speziellen Halbleitern – den sogenannten DRAM- und NAND-Flash-Chips. Diese Bauteile machen einen grossen Teil der Produktionskosten aus.

Steigen die Preise für diese Chips, wirkt sich das deshalb fast unmittelbar auf den Endpreis der Produkte aus. Hersteller von RAM-Modulen oder SSDs kaufen die Speicherchips in grossen Mengen ein und verbauen sie anschliessend auf ihren Platinen. Verteuern sich die Chips auf dem Markt, geben die Hersteller diese Kosten in der Regel an Händler und letztlich an die Endkunden weiter.

Deshalb gelten DRAM- und NAND-Chips in der Branche als zentraler Preistreiber. Sobald sich ihre Marktpreise verändern, folgt oft kurze Zeit später auch eine Preisbewegung bei RAM, SSDs und anderen Speicherlösungen.

Hand eines Technikers hält Schraubenzieher über beschädigter SSD auf Leiterplatte.

Foto: pinglabel

Früh kaufen lohnt sich

Was bedeutet der Preisanstieg jetzt konkret für dich als Konsument? Wenn du planst, deinen PC aufzurüsten oder zusätzlichen Speicher anzuschaffen, solltest du den Markt nicht zu lange beobachten. Es lohnt sich, früh einen Blick auf die Preise zu werfen, um grössere Preissprünge zu vermeiden und den Kauf strategisch zu planen. Gleichzeitig sollte man prüfen, wie viel Arbeitsspeicher oder Speicherplatz wirklich benötigt wird – oft reicht ein gezieltes Upgrade einzelner Komponenten, statt gleich den ganzen Rechner aufzurüsten. Lies dazu auch den folgenden Artikel, in welchem wir dir zeigen, wie du deinen Laptop-Arbeitsspeicher in vier einfachen Schritten erweiterst.

Wer mit SSDs und HDDs arbeitet, kann außerdem die Vorteile beider Speicherarten kombinieren: Die SSD für Betriebssystem und Programme sorgt für Geschwindigkeit, die HDD für große Datenmengen für Kapazität. So lässt sich Technik sinnvoll nutzen und das Budget schonen. Insgesamt zeigt sich: Ein informierter und gut geplanter Kauf schützt vor teuren Überraschungen, während der Rechner gleichzeitig leistungsfähig bleibt.

FAQ

Was ist RAM? 

RAM (Random Access Memory) ist der Arbeitsspeicher deines Computers. Er speichert Daten temporär, auf die der Prozessor blitzschnell zugreifen muss. Beim Ausschalten gehen die Daten verloren.

Was ist eine SSD? 

Eine SSD (Solid State Drive) ist ein schneller, langlebiger Speicher für langfristige Daten wie Fotos, Programme oder das Betriebssystem. Im Gegensatz zu RAM bleiben die Daten auch beim Ausschalten erhalten.

Muss jeder PC eine SSD haben? 

Nein. RAM ist in jedem modernen PC nötig, eine SSD ist aber optional. Viele ältere oder günstige Geräte nutzen noch HDDs, während aktuelle Modelle meist eine SSD verbaut haben.

Warum steigen die Preise für RAM und SSD? 

Die Gründe sind vor allem: gedrosselte Chipproduktion in den letzten Jahren, steigende Nachfrage durch KI-Server und die damit verbundene Verknappung für Endkunden.

Was sind die wichtigsten Preistreiber? 

Der zentrale Kostentreiber sind die Speicherchips (DRAM und NAND). Steigen deren Preise, wirkt sich das direkt auf RAM, SSDs und teilweise HDDs aus.

Wie kann ich als Konsument clever kaufen? 

Prüfe vorher deinen Bedarf, vergleiche die Preise und entscheide gezielt, welche Komponenten wirklich ein Upgrade brauchen. So schützt du dich vor unnötig hohen Kosten.

Lohnt es sich, jetzt zu kaufen? 

Ja. Wer jetzt noch günstige Module findet und zugreift, schützt sich vor Preissprüngen. Informierte Käufer handeln besser, bevor die Preise weiter steigen.

Zwei Hände reparieren einen geöffneten Computer; auf den grünen Leiterplatten sind Chips und Anschlüsse sichtbar.

Foto: NorGal

Fazit: Jetzt informiert handeln, bevor die Preise steigen

Für alle, die gerade über ein Upgrade nachdenken, werden die steigenden Preise für RAM, SSDs und HDDs zunehmend spürbar. Wer aktuell noch zu moderaten Preisen Speicher findet, sollte den Moment nutzen und nicht zu viel Zeit verstreichen lassen. Denn die Kosten werden nur noch weiter steigen. Ein genauer Blick auf die Angebote lohnt sich – und wer vorher seinen tatsächlichen Bedarf prüft, spart nicht nur Geld, sondern kann den Kauf gezielt planen.

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