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Sony-Kameras für starke Fotos – die ZV-Serie im Test

Team MediaMagazin18. AUGUST 2026
Ein Mann und eine Frau halten je eine Kamera in den Händen und prüfen die Einstellungen.

Foto: xeit AG

Zwei Sony-Kameras für starke Fotos: ZV-1 II und ZV-E10 II im Vergleich hinsichtlich Bildqualität, Autofokus und Bedienung im Alltag. Jetzt lesen.

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Es gibt einen Punkt, an dem Fotografieren für mich zur Arbeit wird, und der liegt nicht beim Auslösen. Nein, ich spreche vom Danach: importieren, sortieren, Presets durchprobieren, Farben schieben, bis es passt... An diesem Punkt verliere ich die Lust – und mit ihr die meisten Bilder, die deshalb nie jemand zu sehen bekommt. Genau hier setzt Sony mit der ZV-Serie an. Dank ihrer kompakten Bauweise und ihres geringen Gewichts sind die Kameras ideale Begleiter für (Städte-)Reisen. Und sie bringen den Bildlook direkt mit: Farben, Stimmung und Kontrast entstehen schon beim Auslösen, nicht erst am Rechner. Bleibt die Frage, welches Modell zu wem passt. Ich habe zwei Kameras für dich getestet und ordne hier ein, wofür sie sich jeweils eignen.

Zwei Modelle, zwei Antworten auf dieselbe Frage

Was eine gute Kamera für mich ausmacht, ist schnell gesagt: Sie muss klein genug sein, dass ich sie mitnehme, schnell genug, dass ich den Moment nicht verpasse, und sie soll mir Bilder liefern, an denen ich danach nichts mehr bearbeiten muss. Genau darauf ist die ZV-Serie ausgelegt: kompakte Gehäuse, ein Display, das sich für Selbstporträts nach vorn drehen lässt, und Bildlooks, die fertig aus der Kamera kommen.

Kompakt, schnell einsatzbereit, fertige Bilder – das gilt für beide Modelle. Der Unterschied liegt darin, wie weit man damit kommt:

  • Die ZV-1 II ist die kompakte Lösung mit fest verbautem Zoom. Einschalten, auslösen, fertig.
  • Die ZV-E10 II hat einen APS-C-Sensor mit 26 Megapixeln und einen Objektivanschluss. Damit wächst der Spielraum – vom Tele bis hin zu starker Hintergrundunschärfe.

Im Anschluss schauen wir uns die Modelle genauer an: was sie auszeichnet, wo ihre Stärken liegen und für welche Situationen sie sich am besten eignen. Übrigens: Eine Kamera, die viel in Gebrauch ist, hält länger, wenn sie gelegentlich gepflegt wird. Check & Clean ist ein Service von MediaMarkt, der deine Kamera unter anderem professionell reinigt, ihre Funktion prüft und die Software aktualisiert. Erfahre hier mehr zu Check & Clean.

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ZV-1 II: Die Kamera, die einfach mitkommt

Die ZV-1 II verlangt weniger Entscheidungen. Du musst weder ein Objektiv aussuchen noch eine Kameratasche packen. Denn dieses Modell verschwindet bequem in deiner Jackentasche. Genau das macht sie für Städtereisen so praktisch: Sie ist dabei, wenn du an einem schönen Platz vorbeikommst, der gerade im richtigen Licht liegt – und nicht im Hotelzimmer, weil sie zu sperrig zum Mitnehmen war.

Der Unterschied zum Smartphone zeigt sich schon im Objektiv. Das fest verbaute Zoom deckt 18 bis 50 Millimeter ab und beginnt sehr weitwinklig. In engen Gassen, vor hohen Fassaden oder in Innenräumen musst du also nicht mehr rückwärts an die Wand treten. Der gleiche Zoom holt aber auch Details heran: ein Fenster, eine Skulptur, ein Gesicht in der Menge. Dahinter sitzt ein 1-Zoll-Sensor – deutlich grösser als das, was in einem Smartphone steckt, und deshalb im Vorteil, wenn das Licht nachlässt.

Der Autofokus erkennt ausserdem Augen und verfolgt sie in Echtzeit, und die Bokeh-Taste macht den Hintergrund auf Knopfdruck unscharf – der Effekt, für den man sonst wissen muss, was eine Blende tut. Bedienen lässt sich das Ganze über einen neigbaren Touchscreen – praktisch auch dann, wenn du dich selbst im Bild haben willst. Menütiefe braucht es dafür nicht: Die wichtigen Funktionen liegen auf eigenen Tasten.

Den grössten Zeitgewinn bringen aber die Creative Looks. Sie greifen schon beim Auslösen: Farben, Kontrast und Stimmung sind im Bild, bevor es auf dem Rechner landet. Davon gibt es eine ganze Menge – von natürlich bis kräftig, dazu Schwarzweiss und Sepia. Nicht jedes Modell bietet alle Looks: Die Film-Varianten FL2 und FL3 zum Beispiel sind nur in neueren Kameras zu finden. Zwei Looks lohnen sich meiner Meinung nach besonders:

  • FL – Film 
    Filmischer Look mit starker Wirkung bei Himmel, Grün, Meer und Berglandschaften.
  • BW – Black & White 
    Monochromer Look, der Form, Licht und Emotion stärker betont.

Zusatztipp: Nutze die Creators' App von Sony – mit dieser überträgst du Fotos und Videos direkt auf dein Smartphone, ohne Kabel und ohne Zwischenschritt.

So sehen die beiden Effekte aus – direkt aus der ZV-1 II, ohne Nachbearbeitung:

Velo an einer Brücke, linke Bildhälfte im Creative Look FL (Film), rechte Hälfte im Look BW (Schwarzweiss).

Foto: xeit AG

Eine Person hält ein Smartphone, eine zweite eine Kamera.

Foto: xeit AG

ZV-E10 II: Wenn das feste Objektiv nicht mehr reicht

Der grundlegende Unterschied zur ZV-1 II ist schnell erklärt: Das Objektiv sitzt nicht mehr fest. Im Set liegt zwar ein Zoom bei, mit dem du sofort loslegen kannst. Es geht am langen Ende sogar etwas weiter als das der ZV-1 II, ist am kurzen Ende aber weniger weitwinklig. Für enge Gassen bleibt die ZV-1 II damit die entspanntere Wahl. Dafür bist du nicht daran gebunden: Später kommt eine lichtstarke Festbrennweite dazu, für Porträts mit richtig weichem Hintergrund. Oder ein Tele für Details in der Ferne. Die Kamera bleibt, das Objektiv wächst mit. Wie nah du herankommst, entscheidest du damit selbst – und wie weich der Hintergrund wird, regelt wie bei der ZV-1 II auch hier die Bokeh-Taste auf Knopfdruck.

Der zweite Unterschied steckt im Sensor. APS-C mit 26 Megapixeln – das bedeutet mehr Fläche und mehr Auflösung als beim 1-Zoll-Sensor der ZV-1 II. Im Alltag heisst das vor allem: Du kannst später beschneiden, ohne dass das Bild auseinanderfällt. Ein schiefer Horizont, ein störendes Element am Rand, ein Ausschnitt fürs Hochformat – dafür bleibt hier genug Reserve.

Auch der Autofokus geht einen Schritt weiter: mehr Messfelder, breiter über das Bild verteilt. Das merkst du, wenn das Motiv nicht mittig steht oder sich bewegt.

Die Creative Looks sind auch hier Teil der Ausstattung. Damit du vergleichen kannst, habe ich dieselben beiden Effekte auch mit dieser Kamera getestet:

Blume, linke Bildhälfte im Creative Look FL (Film), rechte Hälfte im Look BW (Schwarzweiss).

Foto: xeit AG

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Sony ZV-1 II und ZV-E10 II?

Die ZV-1 II ist eine Kompaktkamera mit fest verbautem 18–50-mm-Zoom und 1-Zoll-Sensor. Die ZV-E10 II ist eine Systemkamera mit APS-C-Sensor, 26 Megapixeln und E-Mount-Anschluss, bei der das Objektiv frei gewählt wird.

Welche Sony ZV-Kamera eignet sich am besten für Städtereisen?

Für Reisen ist die ZV-1 II besonders geeignet. Sie passt in die Jackentasche und deckt mit ihrem Weitwinkel-Zoom enge Gassen ebenso ab wie einzelne Details.

Was sind Creative Looks bei Sony-Kameras?

Creative Looks sind voreingestellte Bildstile, die schon beim Auslösen greifen. Farbgebung, Kontrast und Atmosphäre entstehen direkt in der Kamera – für fertige Aufnahmen ohne zusätzlichen Bearbeitungsschritt.

Welche Kamera ist besser: ZV-1 II oder ZV-E10 II?

Das hängt davon ab, wie man fotografiert. Die ZV-1 II ist die bessere Wahl, wenn die Kamera unkompliziert dabei sein soll. Die ZV-E10 II liefert mit 26 Megapixeln mehr Details und lässt sich mit weiteren Objektiven ausbauen – dafür wird die Ausrüstung grösser.

Frau fotografiert mit einer Sony ZV-E10 II.

Foto: xeit AG

Frau fotografiert mit einer Sony ZV-1 II.

Foto: xeit AG

Fazit

Was mich beim Testen am meisten überrascht hat, ist die Zeitersparnis. Normalerweise plane ich nach dem Fotografieren noch eine Runde am Rechner ein – Bilder durchgehen, Farben anpassen, Presets ausprobieren. Dass das gar nicht nötig ist, war mir vorher nicht bewusst.

Ein kleiner Stolperstein zu Beginn, der aber eigentlich gar keiner ist: Die Auswahl an Creative Looks ist gross, und man muss sich erst einmal durchklicken, um seinen Favoriten zu finden. Bei mir ist es FL geworden. Als jemand, der gerne Strassenfotografie macht, schätze ich daran vor allem, dass unter anderem Fassaden und Himmel Charakter bekommen, ohne dass die Szene künstlich wirkt.

Am Ende ist mir bei beiden Kameras dasselbe wichtig geblieben: Sie nehmen mir Arbeit ab, statt welche zu machen. Die ZV-1 II ist meine Wahl, wenn ich unterwegs bin und nicht überlegen will. Zur ZV-E10 II greife ich, wenn ich beim Bild mehr mitbestimmen möchte.

Was beide Kameras gemeinsam haben, ist das, weshalb ich sie überhaupt einpacke: Das Bild ist fertig, wenn ich es aufnehme. Kein Import, kein Presets-Durchprobieren, kein Abend am Rechner. Und genau deshalb landen die Fotos wieder dort, wo sie hingehören – bei den Leuten, denen ich sie zeigen will.