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iPhone Duo: Das kann Apples erstes faltbares iPhone

MediaMagazin-Redaktion9. SEPTEMBER 2026
iPhone Duo in zwei Farbvarianten, Weiss und Dunkelblau, jeweils halb aufgeklappt mit sichtbarer Rückseite, Dual-Kamera und Aussendisplay.

Foto: Apple Inc.

iPhone Duo im Detail: zwei Displays, Touch ID, Dual-Batterie sowie neue Möglichkeiten für Multitasking, Kamera und Bedienung.

🕑 Lesedauer: 6 Minuten

Mit dem iPhone Duo hat Apple an seiner Keynote sein erstes faltbares iPhone vorgestellt. Zusammengeklappt ist es etwa so gross wie ein Reisepass, aufgeklappt bietet es das grösste Display, das bislang in einem iPhone steckte. Was das neue Format im Alltag bringt, wie Multitasking und Kamera davon profitieren und was du vor dem Umstieg wissen solltest, haben wir uns genauer angesehen.

Hinweis: Dieser Artikel spiegelt die Einschätzung unserer Redaktion wider. Er wurde weder von Apple beauftragt noch autorisiert und gibt keine offizielle Position des Unternehmens wieder.

Zwei Displays, ein Gerät

Geschlossen bedienst du das iPhone Duo über ein 5,4 Zoll grosses Super Retina XDR Display. Laut Apple bietet es 90 Prozent der Displayfläche eines iPhone 18 Pro und eignet sich damit für Nachrichten, Musik oder einen kurzen Blick auf die Karte, ohne dass du das Gerät aufklappen musst. Geöffnet steht ein 7,6 Zoll grosses Innendisplay zur Verfügung.

Beide Displays unterstützen ProMotion, Always-On und bis zu 3'000 Nits Spitzenhelligkeit im Freien. Da beide dasselbe Seitenverhältnis nutzen, passen sich Inhalte beim Auf- und Zuklappen proportional an. Das Innendisplay besitzt eine matte Nanotexturbeschichtung, die Reflexionen reduzieren und die Falte in der Mitte weniger sichtbar machen soll. Die FaceTime-Kamera liegt unter dem Innendisplay und bleibt verborgen, solange sie nicht genutzt wird. Am Aussendisplay sitzt zusätzlich eine 12-MP-Center-Stage-Frontkamera. Später im Jahr soll ausserdem die Unterstützung für den Apple Pencil mit USB-C folgen, sodass du auf beiden Displays schreiben und zeichnen kannst.

Aufgeklapptes iPhone Duo mit grossem Innendisplay. Darauf läuft die Netflix-App mit einer Filmszene und seitlich eingeblendeter Navigation.

Foto: Apple Inc.

iOS 27: Mehr Platz für Multitasking

Für das faltbare Format hat Apple iOS 27 angepasst. Steuerelemente, Dock und App-Navigation rücken an den Rand, damit möglichst viel Fläche für Inhalte bleibt. Die Statusleiste wird zu einem kompakten Element in der Displayecke, das WLAN, Mobilfunkstärke und Batteriestand bündelt. Auch die Dynamic Island wurde neu angeordnet: Sie sitzt vertikal am Rand beider Displays und erweitert sich für Live-Aktivitäten und Hinweise.

Besonders praktisch ist Split View: Erstmals lassen sich auf einem iPhone zwei Apps nebeneinander öffnen – oder zwei Fenster derselben App, etwa um in Safari Produkte zu vergleichen. Häufig genutzte Kombinationen kannst du als App-Paar speichern und später gemeinsam öffnen. Stellst du das iPhone Duo auf, wird Standby auf dem äusseren oder inneren Display angezeigt und dient als Bilderrahmen, Uhr oder Widget-Fläche.

Kamera: Was zwei Displays möglich machen

Das iPhone Duo kombiniert eine 48-MP-Fusion-Hauptkamera mit einer 48-MP-Ultraweitwinkelkamera. Standardmässig fotografierst du mit 24 Megapixeln; die volle Auflösung steht bei Bedarf zur Verfügung. Dazu kommt ein 2x-Tele-Zoom in optischer Qualität. Spannend wird die Kamera vor allem dort, wo das Faltdesign zusätzliche Möglichkeiten eröffnet:

  • Für Selfies kannst du die Rückkamera nutzen und dich gleichzeitig im Aussendisplay sehen.
  • Duo Preview zeigt der fotografierten Person eine Live-Vorschau von Pose und Bildausschnitt.
  • Die Funktion «Blickfang» spielt auf dem Aussendisplay Peanuts-Animationen ab, damit Kinder eher in die Kamera schauen.
  • Mit Duo FaceTime können Personen in der Nähe über das Aussendisplay an einem Videoanruf teilnehmen.
  • Aufgestellt filmt das iPhone Duo ohne zusätzliches Stativ – etwa für Zeitraffer oder längere Aufnahmen.

Zusammengeklapptes iPhone Duo in einer sandfarbenen Schutzhülle, einmal von hinten mit Dual-Kamera und einmal von vorne mit Aussendisplay gezeigt.

Foto: Apple Inc.

Leistung und Akkulaufzeit

Für die Leistung sorgt der A20 Pro, derselbe Chip wie in den aktuellen Pro-Modellen. Eine eigens entwickelte Dampfkammer leitet Wärme ab und soll dafür sorgen, dass die Leistung auch unter längerer Last stabil bleibt. Apple nennt bis zu 35 Prozent mehr Dauerleistung als beim iPhone 17 Pro – relevant etwa bei Games, längeren Videoschnitten oder KI-Aufgaben direkt auf dem Gerät.

Beim Akku setzt Apple auf ein Dual-Batteriesystem: In jeder Gerätehälfte steckt eine eigene Batterie. Zusammen sollen sie bis zu 24 Stunden Nutzung ermöglichen, wenn beide Displays gleichermassen intensiv genutzt werden. Bei der Videowiedergabe nennt Apple bis zu 31 Stunden auf dem Innendisplay und bis zu 44 Stunden auf dem Aussendisplay. Mit einem 60-W-fähigen Netzteil oder stärker und USB-C-Ladekabel ist das iPhone Duo in etwa 20 Minuten zu 50 Prozent geladen. Mit einem 35-W-Netzteil oder stärker und MagSafe-Ladegerät dauert es etwa 30 Minuten.

Auf Langlebigkeit ausgelegt

Ein Foldable wird im Alltag ständig geöffnet und geschlossen – entsprechend wichtig ist die Konstruktion. Apple fertigt Gehäuse und Scharnierabdeckung aus Titan der Klasse 5. Auf der Vorderseite schützt Ceramic Shield 2, auf der Rückseite Ceramic Shield; dazu kommt Schutz vor Staub und Wasser nach IP68.

Das Scharnier besteht aus mehr als 100 Einzelteilen und hält das Display im geöffneten Zustand flach. Stützrippen im Inneren versteifen die Konstruktion, Keramikfaser-Einlagen entlang der Antennenlinien sollen den Rahmen zusätzlich stabilisieren. Beim Innendisplay befindet sich über und unter dem faltbaren Display hochfestes Glas. Spezielle Klebstoffe ermöglichen, dass die Schichten beim Falten leicht aneinander vorbeigleiten – laut Apple ähnlich wie die Seiten eines Buchs. Dadurch soll die Biegespannung verringert werden; eine Titanplatte auf der Unterseite erhöht zusätzlich die Robustheit.

iPhone Duo mit Folio-Hülle in Taupe, von hinten gezeigt. Die aufgeklappte Hülle dient als Ständer, daneben ist die Dual-Kamera sichtbar.

Foto: Apple Inc.

eSIM und Touch ID: Das ändert sich beim Umstieg

Vor dem Umstieg sind vor allem zwei Punkte wichtig. Erstens setzt das iPhone Duo weltweit ausschliesslich auf eSIM; einen physischen SIM-Kartenschacht gibt es nicht. Der dadurch gewonnene Platz kommt laut Apple der Batterie zugute.

Zweitens kehrt Touch ID zurück. Der Sensor sitzt in der Seitentaste und entsperrt das Gerät sowohl geöffnet als auch geschlossen. Face ID gibt es beim iPhone Duo nicht; alternativ lässt es sich über eine gekoppelte Apple Watch entsperren. Eine Kamerasteuerung für den schnellen Zugriff auf die Kamera-App ist ebenfalls vorhanden.

FAQ zum iPhone Duo

Wann kommt das iPhone Duo in den Handel?

Das iPhone Duo ist ab dem 23. Oktober erhältlich und wird mit iOS 27.1 ausgeliefert. Zur Wahl stehen zwei Farben.

Funktioniert das iPhone Duo mit einer normalen SIM-Karte?

Nein. Das iPhone Duo arbeitet ausschliesslich mit eSIM.

Wie entsperre ich das iPhone Duo?

Über Touch ID in der Seitentaste – sowohl geöffnet als auch geschlossen. Alternativ lässt sich das iPhone Duo mit einer gekoppelten Apple Watch entsperren. Face ID bietet das Modell nicht.

Wie lange hält der Akku?

Apple nennt bis zu 24 Stunden Nutzung, wenn beide Displays gleichermassen intensiv genutzt werden. Bei der Videowiedergabe sind bis zu 31 Stunden auf dem Innendisplay und bis zu 44 Stunden auf dem Aussendisplay möglich.

Sieht man die Falte im Display?

Apple zufolge soll die matte Nanotexturbeschichtung des Innendisplays Reflexionen reduzieren und die Falte weniger sichtbar machen. Wie stark sie im Alltag auffällt, lässt sich am besten direkt am Gerät beurteilen.

Kann ich den Apple Pencil verwenden?

Ja, allerdings nicht zum Verkaufsstart. Die Unterstützung für den Apple Pencil mit USB-C soll laut Apple später im Jahr folgen. Danach kannst du auf beiden Displays schreiben, zeichnen und Dokumente kommentieren.

Fazit: Für wen sich das iPhone Duo lohnt

Das iPhone Duo spielt seine Stärken vor allem aus, wenn du unterwegs viel liest oder mit mehreren Apps gleichzeitig arbeitest. Split View auf 7,6 Zoll schafft deutlich mehr Platz als ein klassisches iPhone, während das Aussendisplay für kurze Aufgaben ausreicht, ohne dass du das Gerät jedes Mal aufklappen musst. Nutzt du dein Smartphone hauptsächlich für Telefonate, Social Media und Fotos, bleibt ein klassisches iPhone die kompaktere Alternative.

Einen Überblick über die übrigen Neuheiten findest du in unserem Artikel zur Apple-Keynote.

Sima

Autor

Sima Miller // Consumer-Tech- & Gaming-Experte

Ob Smartphone, Smartwatch oder Spielekonsole: Sima interessiert sich für Technik, die unterhält und im Alltag überzeugt. Besonders genau schaut er hin, wenn Bildqualität, Bedienkomfort und Leistung zusammenspielen. Auch nach Feierabend bleibt er der digitalen Welt treu, am liebsten bei einer ausgiebigen Gaming-Session oder einer guten Serie.