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Der richtige Grill für den WM-Sommer: Gasgrill, Elektrogrill oder Kugelgrill?

Gefüllter Kugelgrill mit Fleisch und Gemüse im Vordergrund, während im Hintergrund mehrere Personen im Garten zusammensitzen.

Foto: Adobe Stock

Gasgrill, Elektrogrill oder Kugelgrill: Wir zeigen dir die wichtigsten Unterschiede und erklären, welcher Grill zu Balkon, Terrasse oder Garten passt.

🕑 Lesedauer: 7 Minuten

Ob Fussballabend in guter Gesellschaft, Sommerfest auf der Terrasse oder spontanes Grillieren am Wochenende: Dank der WM gibt es diesen Sommer noch mehr Gelegenheiten, den Grill anzuwerfen. Doch welcher passt am besten zu deinem Zuhause – Gasgrill, Elektrogrill oder Kugelgrill? Wir zeigen dir die wichtigsten Unterschiede und erklären, welche Grillart sich für Balkon, Terrasse oder Garten am besten eignet.

Grillieren in der Schweiz: Was ist auf Balkon, Terrasse und im Garten erlaubt?

Grillieren ist in der Schweiz auf dem eigenen Balkon, auf der privaten Terrasse oder im eigenen Garten grundsätzlich erlaubt. Entscheidend sind jedoch der Mietvertrag, eine wirksam einbezogene Hausordnung und vor allem die Rücksicht auf die Nachbarschaft. Werden Nachbarinnen und Nachbarn durch starken Rauch übermässig beeinträchtigt, kann die Vermieterschaft im Einzelfall einschreiten. Gerade deshalb sind auf dem Balkon oft Elektrogrills oder kompakte Gasgrills die naheliegendere Wahl, weil sie in der Regel weniger Rauch verursachen. Ein generelles Grillverbot auf dem Balkon ist nach der aktuellen Einordnung des Schweizer Mieterinnen- und Mieterverbands in der Regel nicht verbindlich.

Anders kann es bei gemeinschaftlich genutzten Flächen aussehen. Dort kann die Nutzung durch Mietvertrag oder Hausordnung enger geregelt werden. Zusätzlich gilt überall im Freien: Bei Waldbrandgefahr oder behördlich angeordneten Feuerverboten sind die aktuellen Vorgaben der zuständigen Behörden massgebend. Das offizielle BAFU-Portal zur Waldbrandgefahr verweist dafür auf Warnungen, Massnahmen und kantonale Fachstellen. Vor dem Grillieren im Freien lohnt sich deshalb ein kurzer Blick auf die aktuelle Lage.

Warum die Grillart wichtig ist

Beim Grillkauf geht es nicht nur um Geschmack, sondern auch um Komfort, Platz und Einsatzort. Ein Grill für den Balkon sollte anders gewählt werden als ein Modell für den Garten. Dazu kommen technische Unterschiede: Aufheizzeit, Temperaturkontrolle, Rauchentwicklung und Grillfläche unterscheiden sich je nach Grilltyp deutlich. Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht: Welcher Grill ist der beste? Sondern: Welcher Grill passt am besten zu dir und deinem Zuhause?

Gasgrill: schnell, präzise und für viele die komfortabelste Lösung

Wer regelmässig grilliert und dabei möglichst wenig Aufwand möchte, landet früher oder später beim Gasgrill. Er ist schnell einsatzbereit, bietet viel Kontrolle und eignet sich besonders gut, wenn für mehrere Personen gekocht wird. Gerade bei längeren Grillabenden spielt das eine grosse Rolle: Statt erst Kohle auf Temperatur zu bringen, reicht beim Gasgrill meist ein Knopfdruck, und nach wenigen Minuten kann das Grillieren beginnen.

Seine grösste Stärke ist die präzise Steuerung der Hitze. Die Temperatur lässt sich ähnlich wie am Kochfeld regulieren, was vor allem dann hilfreich ist, wenn nicht alles gleichzeitig gleich heiss gegart werden soll. Viele Modelle arbeiten mit mehreren Brennern. Dadurch entstehen verschiedene Temperaturzonen auf dem Rost: eine heisse Zone zum scharfen Anbraten und eine mildere Zone, in der Fleisch, Gemüse oder Burger schonend fertig garen können.

Geöffneter Edelstahl-Gasgrill auf einer sonnigen Terrasse neben einem Esstisch mit mehreren Stühlen.

Foto: Adobe Stock

Elektrogrill: die praktische Wahl für unkomplizierte Grillabende

Der Elektrogrill spielt seine Stärken vor allem dort aus, wo unkompliziertes Grillieren gefragt ist. Wer wenig Platz hat, schnell loslegen möchte oder auf dem Balkon grilliert, findet hier oft eine besonders praktische Lösung. Einstecken, aufheizen, grillieren – viel einfacher lässt sich ein Grill kaum nutzen.

Gerade im Alltag ist ausserdem die geringere Rauchentwicklung ein wichtiger Vorteil. Weil Elektrogrills mit einem Heizelement statt mit offener Flamme oder Glut arbeiten, entsteht in der Regel weniger Rauch als bei einem Holzkohlegrill. Das ist besonders in dichter bebauten Wohnsituationen ein Plus. Auch die Reinigung fällt einfacher aus, da weder Asche noch Kohlereste entsorgt werden müssen.

Seine Wärme erzeugt der Elektrogrill über elektrische Heizflächen unter dem Rost oder der Grillplatte. Das sorgt für eine gleichmässige und gut steuerbare Hitze, auch wenn sie nicht ganz an die Intensität eines grossen Gas- oder Holzkohlegrills heranreicht. Für Würste, Gemüse, Halloumi, Fisch oder kleinere Fleischstücke ist das im Alltag aber völlig ausreichend.

Person grilliert an einem geöffneten Elektrogrill im Garten, auf dem Maiskolben, Gemüse und Fleisch liegen.

Foto: Adobe Stock

Kugelgrill: klassisches Grillieren mit Holzkohle

Der Kugelgrill ist der Klassiker unter den Holzkohlegrills. Wer beim Grillabend nicht nur ans Essen denkt, sondern auch an Glut, Röstaromen und das typische BBQ-Gefühl, wird sich mit einem Kugelgrill schnell anfreunden. Im Unterschied zu Gas- oder Elektrogrills verlangt er allerdings etwas mehr Vorbereitung – genau das gehört für viele Fans aber zum Erlebnis dazu.

Sein Vorteil liegt im Zusammenspiel aus Holzkohle und Deckel. Während offene Holzkohlegrills vor allem für direktes Grillieren geeignet sind, eröffnet der Kugelgrill durch seinen Deckel deutlich mehr Möglichkeiten. Wird er geschlossen, zirkuliert die Hitze im Garraum. Das ist ideal für grössere Fleischstücke, Poulet oder Gemüse, das nicht zu schnell verbrennen soll.

Gleichzeitig sorgt die Holzkohle für das Aroma, das viele mit einem «echten» Grillabend verbinden. Diese charakteristischen Röstaromen sind einer der Hauptgründe, warum der Kugelgrill trotz längerer Aufheizzeit so beliebt bleibt. Der Nachteil liegt auf der Hand: Die Kohle muss zuerst durchglühen, die Temperatur lässt sich weniger präzise steuern und die Rauchentwicklung ist deutlich stärker als bei Gas- oder Elektrogrills.

Person hebt den Deckel eines schwarzen Kugelgrills an, während dichter Rauch im Garten aufsteigt.

Foto: Adobe Stock

Weitere Grilltypen für besondere Einsätze

Nicht jede Grillsituation verlangt nach einem Gasgrill, Elektrogrill oder Kugelgrill. Je nach Alltag kann auch eine kompaktere Lösung sinnvoll sein. Wer nur für wenige Personen grilliert, wenig Platz hat oder ein Gerät sucht, das sich auch ausserhalb der Grillsaison nutzen lässt, schaut oft in eine etwas andere Richtung.

Ein Tischgrill eignet sich vor allem für kleine, gesellige Runden. Hier steht weniger das klassische BBQ im Mittelpunkt als das gemeinsame Essen direkt am Tisch. Das kann auf dem Balkon, auf einer kleinen Terrasse oder auch drinnen je nach Gerätetyp sehr praktisch sein. Für grosse Grillrunden ist die Fläche allerdings meist zu klein.

Der Kontaktgrill geht noch stärker in Richtung Alltag. Er ist weniger ein typischer Outdoor-Grill als vielmehr ein kompaktes Küchengerät, mit dem sich Panini, Sandwiches, Gemüse oder kleinere Fleischstücke schnell zubereiten lassen. Wer ein Gerät sucht, das nicht nur an warmen Sommerabenden, sondern das ganze Jahr über genutzt wird, ist damit oft gut bedient.

Der Einweggrill schliesslich ist vor allem für spontane Ausflüge oder einzelne Einsätze gedacht. Er ist leicht zu transportieren und schnell einsatzbereit, bietet aber nur wenig Platz und kaum Möglichkeiten, die Hitze gezielt zu steuern. Dazu kommt der zusätzliche Abfall. Für gelegentliche Ausnahmen kann das praktisch sein, als dauerhafte Lösung ist ein Einweggrill aber nicht die richtige Wahl.

FAQ zum Grillieren in der Schweiz

Ist Grillieren auf dem Balkon in der Schweiz erlaubt?

Grundsätzlich ja. Entscheidend sind aber Mietvertrag, Hausordnung und die Rücksicht auf Nachbarinnen und Nachbarn. Problematisch wird es vor allem dann, wenn starker Rauch oder Geruch zu übermässigen Immissionen führt.

Welcher Grill eignet sich am besten für den Balkon?

Für den Balkon sind Elektrogrills oder kompakte Gasgrills die sinnvollste Wahl. Sie verursachen in der Regel weniger Rauch als ein Holzkohlegrill und sind deshalb in dichter bebauten Wohnsituationen praktischer.

Was ist der grösste Unterschied zwischen einem Gasgrill und einem Elektrogrill?

Ein Gasgrill bietet in der Regel mehr Leistung, mehr Grillfläche und eine präzisere Temperaturkontrolle. Ein Elektrogrill ist dafür einfacher in der Handhabung, braucht keine Gasflasche und ist deshalb kompakter.

Warum entscheiden sich viele für einen Kugelgrill?

Der Kugelgrill steht für klassisches BBQ mit Holzkohle-Aroma. Durch den Deckel eignet er sich zudem nicht nur für direktes Grillieren, sondern auch für indirektes Garen von grösseren Fleischstücken oder Gemüse.

Wann lohnt sich ein Tischgrill oder Kontaktgrill?

Ein Tischgrill eignet sich vor allem für kleine, gesellige Runden direkt am Tisch. Ein Kontaktgrill ist eher eine praktische Lösung für die Küche und schnelle Alltagsgerichte wie Sandwiches, Gemüse oder kleinere Fleischstücke.

Person wendet Fleisch und Spiesschen auf einem Gasgrill im warmen Abendlicht.

Foto: Adobe Stock

Fazit

Wer häufig grilliert, mehrere Personen bewirtet und Wert auf präzise Temperaturkontrolle legt, fährt mit einem Gasgrill am besten. Ein Elektrogrill ist die praktische Lösung für kleinere Aussenbereiche und für alle, die unkompliziert und mit wenig Rauch grillieren möchten. Der Kugelgrill bleibt dagegen die erste Wahl für alle, die klassisches BBQ-Feeling und typisches Holzkohle-Aroma suchen.

Gerade in der Schweiz spielt neben Geschmack und Komfort auch die Wohnsituation eine wichtige Rolle. Auf dem Balkon sind Elektrogrills oder kompakte Gasgrills die naheliegendere Wahl, während Kugelgrills ihre Stärken eher im Garten oder auf grösseren Terrassen ausspielen. Am Ende ist deshalb nicht entscheidend, welcher Grill generell am meisten kann, sondern welcher am besten zu deinem Zuhause und deinem Grillstil passt.

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