Powerbank kaufen: Wie viel mAh sind sinnvoll?
Inhalt
- Was bedeutet mAh – und warum kommt nie alles an?
- Die richtige Powerbank für Handy und Tablet
- Kamera, Action-Cam und Drohne
- Laptop laden: Warum Watt wichtiger ist als mAh
- Gaming unterwegs: Switch, Steam Deck & Co.
- Eine Powerbank für die ganze Familie
- Solar-Powerbank: sinnvoll für Outdoor und Notfall?
- Powerbank im Flugzeug: Diese Regeln gelten
- Übersicht: So viel mAh brauchst du
- FAQ
- Fazit: Die beste Powerbank richtet sich nach deinem Gerät

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Wie viele mAh braucht deine Powerbank – für Smartphone, Laptop, Konsole oder die ganze Familie? Plus: Welche Powerbank im Flugzeug erlaubt ist.
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Ob Smartphone, Laptop, Kamera oder Spielkonsole: Eine Powerbank hält deine Geräte unterwegs am Laufen, wenn die nächste Steckdose weit weg ist. Doch wie viel Kapazität brauchst du wirklich? Die Angabe in mAh auf der Verpackung hilft nur bedingt weiter und führt oft zu Missverständnissen. Wir erklären dir, was mAh genau bedeutet, warum nie die volle Kapazität bei deinem Gerät ankommt und wie viele mAh für deinen Alltag sinnvoll sind.
Was bedeutet mAh – und warum kommt nie alles an?
mAh steht für Milliamperestunden und beschreibt, wie viel Ladung eine Powerbank speichern kann. Vereinfacht gilt: Je höher der mAh-Wert, desto mehr Energie steckt im Akku – und desto öfter kannst du deine Geräte laden. Eine Powerbank mit 10’000 mAh speichert also doppelt so viel wie ein Modell mit 5’000 mAh.
So weit die Theorie. In der Praxis kommt allerdings nie die volle angegebene Kapazität bei deinem Gerät an. Das hat einen technischen Grund: Die Akkuzellen in einer Powerbank arbeiten mit einer Spannung von rund 3,7 Volt. Dein Smartphone wird aber über den USB-Anschluss mit 5 Volt geladen (beim Schnellladen sogar mit 9 oder 12 Volt). Die Powerbank muss die Spannung also hochrechnen, und bei dieser Umwandlung geht Energie als Wärme verloren.
Dazu kommen weitere Verluste durch das Kabel, die Ladeelektronik deines Geräts und die Selbstentladung. Unter dem Strich kannst du daher nur mit rund 60 bis 70 Prozent der angegebenen Kapazität rechnen. Aus einer Powerbank mit 10'000 mAh fliessen also etwa 6'000 bis 7'000 mAh in dein Handy.
Wer es genau wissen will, rechnet in Wattstunden (Wh) statt in mAh. Die Formel dafür ist simpel: mAh × Volt ÷ 1’000 = Wh. Eine Powerbank mit 10’000 mAh kommt so auf rund 37 Wh. Diese Einheit wird später wichtig – vor allem, wenn du mit deiner Powerbank fliegen möchtest.

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Die richtige Powerbank für Handy und Tablet
Die Powerbank wird am häufigsten für Smartphones verwendet – und hierfür reichen oft schon kompakte Modelle aus. Aktuelle Smartphones haben Akkus mit einer Kapazität von rund 4’000 bis 5’000 mAh. Eine Powerbank mit 10'000 mAh lädt dein Smartphone damit etwa ein- bis zweimal vollständig auf. Das genügt für einen langen Tag unterwegs, ein Festival-Wochenende oder eine Zugreise, ohne dass du eine Steckdose suchen musst.
Wenn du das Handy nur als Notreserve einmal nachladen möchtest, reicht eine Powerbank mit 5'000 mAh. Diese Modelle passen in der Regel in jede Hosentasche und wiegen kaum etwas. Wenn du mehrere Ladungen benötigst oder auch ein Tablet laden möchtest, sind 20'000 mAh die bessere Wahl: Damit kannst du ein Smartphone rund drei- bis viermal oder ein grösseres Tablet einmal komplett laden.
Achte beim Smartphone vor allem auf die passende Schnellladetechnik. Ein USB-C-Anschluss mit Power Delivery (PD) lädt deutlich schneller als ein einfacher USB-A-Port. Praktisch: Viele Powerbanks unterstützen heute auch kabelloses Laden und lassen sich direkt an die Rückseite des Handys heften.
Powerbanks mit 5'000 bis 20'000 mAh
Kamera, Action-Cam und Drohne
Eine Powerbank ist auch für deine Foto- und Videoausrüstung praktisch, denn die meisten Kameras, Action-Cams und Drohnen lassen sich inzwischen direkt über USB-C laden. Die Akkus solcher Geräte sind in der Regel klein: Eine Action-Cam fasst oft nur rund 1'500 mAh, eine spiegellose Systemkamera selten mehr als 2'200 mAh.
Das heisst: Schon eine Powerbank mit 10'000 mAh lädt einen Kamera-Akku mehrfach nach. Für einen Tagesausflug oder ein Fotoshooting reicht das locker. Wer länger unterwegs ist – etwa beim Wandern, auf Reisen oder bei mehrtägigen Drohnenflügen –, greift zu einer Powerbank mit 20'000 mAh oder mehr, um alle Akkus und nebenbei das Handy mit Strom zu versorgen.
Wichtig: Achte auf die Ausgangsleistung, wenn du Akkus im Originalladegerät lädst. Manche Drohnen-Ladestationen verlangen einen kräftigen USB-C-PD-Ausgang, sonst laden sie nur sehr langsam oder gar nicht.
Laptop laden: Warum Watt wichtiger ist als mAh
Beim Laptop führt die reine mAh-Angabe in die Irre. Ein Notebook braucht nämlich nicht nur mehr Energie, sondern auch eine höhere Spannung. Geladen wird über USB-C mit Power Delivery, meist bei 20 Volt. Viel entscheidender als die mAh-Zahl ist deshalb die Wattzahl, die die Powerbank am USB-C-Ausgang liefert.
Als Faustregel gilt: Ein schlankes Ultrabook lädt mit 45 bis 65 Watt, ein leistungsstarkes oder grösseres Notebook braucht 65 bis 100 Watt. Eine Powerbank zum Laptopladen sollte also einen USB-C-Anschluss mit mindestens 65 Watt PD haben – bei Gaming- oder Profi-Laptops besser 100 Watt.
Bei der Kapazität solltest du mindestens 20’000 mAh einplanen. Das entspricht rund 74 Wh und reicht, um ein typisches Ultrabook einmal komplett zu laden. Für längere Arbeitstage ohne Steckdose oder leistungshungrige Geräte sind 25’000 bis 30’000 mAh sinnvoll. Wichtig: Prüfe vor dem Kauf, ob die Powerbank überhaupt einen USB-C-Ein- und -Ausgang mit ausreichender Wattzahl hat – nur dann lädt sie deinen Laptop zuverlässig.
Powerbanks mit 20'000 bis 30'000 mAh
Gaming unterwegs: Switch, Steam Deck & Co.
Mobile Spielkonsolen sind echte Stromfresser, und genau hier wird eine Powerbank zum Gamechanger. Eine Nintendo Switch 2 lädt im Handheld-Modus mit rund 17 Watt – schon eine Powerbank mit 10’000 mAh und USB-C Power Delivery verlängert deine Spielzeit hier deutlich. Mehr Leistung braucht die Konsole nur im TV-Modus über das Dock: Dort unterstützt sie bis zu 60 Watt. Anspruchsvoller sind Gaming-Handhelds wie das Steam Deck, das ROG Ally oder das Legion Go: Sie ziehen unter Volllast bis zu 45 oder sogar 65 Watt.
Für diese Geräte solltest du eine Powerbank mit kräftigem USB-C-PD-Ausgang (mindestens 45 Watt, besser 65 Watt) und 20’000 mAh oder mehr wählen. Nur so spielst du auch unterwegs ohne nennenswerte Pause.
Ein wichtiger Hinweis zu den grossen Heimkonsolen: Eine PlayStation 5 oder Xbox Series X lässt sich mit einer normalen Powerbank nicht sinnvoll betreiben. Diese Geräte ziehen im Spielbetrieb 150 Watt und mehr – dafür bräuchtest du eine deutlich grössere und schwerere Powerstation, keine Taschen-Powerbank.
Eine Powerbank für die ganze Familie
Bist du mit Familie oder Freunden unterwegs, müssen oft mehrere Geräte gleichzeitig geladen werden: zwei Handys, ein Tablet und vielleicht noch Kopfhörer. Dafür gibt es Powerbanks mit hoher Kapazität und mehreren Anschlüssen.
Eine Powerbank mit 30’000 mAh ist hier ein guter Ausgangspunkt. Sie bietet meist zwei bis drei Ausgänge und genug Reserve, um mehrere Smartphones über einen ganzen Tag zu versorgen. Wer noch mehr Reserve will – etwa zum Campen oder für ein langes Wochenende ohne Steckdose – findet auch Modelle mit 50’000 mAh. Eine Powerbank mit 50’000 mAh lädt selbst mehrere Geräte mehrfach nach, ist dafür aber spürbar grösser und schwerer.
Achte bei solchen Modellen auf die Gesamtleistung: Nur wenn die Powerbank genug Watt liefert, lädt sie mehrere Geräte gleichzeitig in voller Geschwindigkeit. Und bedenke: Eine Powerbank mit 30’000 mAh oder gar 50’000 mAh bringt dich zwar entspannt durch den Tag, stösst bei Flugreisen aber an Grenzen – mehr dazu weiter unten.
Solar-Powerbank: sinnvoll für Outdoor und Notfall?
Eine Solar-Powerbank hat ein kleines Solarpanel auf der Rückseite und kann sich theoretisch über Sonnenlicht aufladen. Das klingt nach unbegrenzter Energie, hat in der Praxis aber Grenzen: Das verbaute Panel ist meist klein und liefert nur wenige Watt. Um eine grosse Powerbank allein über die Sonne vollzuladen, bräuchtest du oft mehrere sonnige Tage.
Realistisch betrachtet ist die Solar-Powerbank deshalb kein Ersatz für das Laden an der Steckdose, sondern eine Notreserve. Für Camping, Festivals, Wandertouren oder den Notfallrucksack ist sie trotzdem sinnvoll: Du lädst sie zu Hause voll auf und nutzt das Solarpanel unterwegs, um etwas Energie nachzuschieben. Viele Solar-Powerbanks sind ausserdem besonders robust, staubdicht und wasserfest – ein Pluspunkt für draussen.

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Powerbank im Flugzeug: Diese Regeln gelten
Spätestens vor der nächsten Flugreise wird die Wattstunden-Angabe wichtig. Denn Powerbanks gelten als Lithium-Ionen-Akkus und unterliegen strengen Regeln. Die wichtigste zuerst: Eine Powerbank gehört immer ins Handgepäck und darf niemals in den aufgegebenen Koffer – wegen der Brandgefahr im Frachtraum.
Für die Kapazität gelten international (IATA) diese Grenzen:
- Bis 100 Wh (rund 27’000 mAh): ohne Anmeldung im Handgepäck erlaubt. Das deckt die allermeisten Powerbanks ab.
- 100 bis 160 Wh (rund 27’000 bis 43’000 mAh): nur mit Genehmigung der Airline, meist maximal zwei Stück pro Person.
- Über 160 Wh (mehr als rund 43’000 mAh): grundsätzlich nicht erlaubt.
Mit der Formel mAh × 3,7 ÷ 1000 kannst du selbst prüfen, ob deine Powerbank flugtauglich ist.
Zwei weitere Punkte solltest du beachten: Achte darauf, dass die Wh-Angabe auf der Powerbank aufgedruckt ist – fehlt sie, kann das Gerät am Gate abgewiesen werden. Und nach mehreren Zwischenfällen mit überhitzten Akkus gelten seit 2026 verschärfte Regeln: Viele Airlines verbieten das Laden der Powerbank während des Flugs und das Verstauen im Gepäckfach – sie muss griffbereit in der Sitztasche oder unter dem Sitz bleiben. Ausserdem sind meist nur noch zwei Powerbanks pro Person erlaubt. Bei den Airlines der Lufthansa-Gruppe – inklusive Swiss – ist die Nutzung von Powerbanks an Bord seit Januar 2026 generell untersagt. Informiere dich vor dem Flug kurz auf der Website deiner Airline über die aktuellen Regeln.

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Übersicht: So viel mAh brauchst du
Am schnellsten findest du die passende Powerbank, wenn du von deinem wichtigsten Gerät ausgehst. Diese Übersicht fasst zusammen, welche Kapazität für welchen Einsatz sinnvoll ist:
- 5’000 mAh: Notreserve fürs Smartphone. Ultrakompakt, lädt ein Handy etwa einmal nach.
- 10’000 mAh: Allrounder. Lädt ein Smartphone ein- bis zweimal, ideal für Alltag, Pendeln und Kamera-Akkus.
- 20’000 mAh: für Vielnutzende, Tablets und die meisten Laptops. Lädt ein Handy drei- bis viermal – und bleibt flugtauglich.
- 30’000 mAh: für mehrere Geräte oder die Familie. Achtung: über der 100-Wh-Grenze fürs Flugzeug.
- 50’000 mAh: maximale Reserve für Camping und Gruppen. Gross, schwer und im Flugzeug nicht zugelassen.
FAQ
Wie viele mAh sollte eine Powerbank für ein Smartphone haben?
Für ein Smartphone sind 10’000 mAh ein guter Richtwert. Damit lädst du ein Handy ein- bis zweimal komplett auf. Als reine Notreserve genügen 5’000 mAh, für mehrere Ladungen sind 20’000 mAh sinnvoll.
Warum lädt meine Powerbank mein Handy nicht so oft wie erwartet?
Weil bei der Umwandlung der Spannung und durch Kabel und Ladeelektronik Energie verloren geht. Realistisch kommen nur rund 60 bis 70 Prozent der angegebenen mAh bei deinem Gerät an. Das ist normal und betrifft alle Powerbanks.
Kann ich mit einer Powerbank einen Laptop laden?
Ja, wenn die Powerbank einen USB-C-Anschluss mit Power Delivery hat. Wichtig ist die Wattzahl: Mindestens 65 Watt und 20’000 mAh sollten es für ein Notebook sein, bei Gaming-Laptops eher 100 Watt.
Wie viel mAh Powerbank ist im Flugzeug erlaubt?
Im Handgepäck sind Powerbanks bis 100 Wh – das entspricht etwa 27’000 mAh – ohne Genehmigung erlaubt. Zwischen 100 und 160 Wh brauchst du die Zustimmung der Airline. Über 160 Wh (rund 43’000 mAh) sind in der Regel verboten. Im aufgegebenen Koffer sind Powerbanks generell nicht erlaubt.
Lohnt sich eine Solar-Powerbank?
Als Notreserve für Outdoor und Camping ja, als Hauptstromquelle nein. Das Solarpanel lädt nur langsam. Am besten lädst du die Powerbank vorab an der Steckdose und nutzt die Sonne unterwegs als Ergänzung.
Ist eine Powerbank mit 50’000 mAh sinnvoll?
Für Camping, Gruppen oder mehrtägige Trips ohne Steckdose ja. Im Alltag ist sie oft unnötig gross und schwer – und fürs Flugzeug ist sie nicht zugelassen. Für die meisten reicht eine Powerbank mit 20’000 mAh.

Foto: skiminok
Fazit: Die beste Powerbank richtet sich nach deinem Gerät
Die richtige Powerbank hängt nicht allein von der höchsten mAh-Zahl ab, sondern davon, welche Geräte du damit laden willst. Wenn du oft fliegst, solltest du bei maximal 100 Wh, also rund 27'000 mAh, bleiben, damit deine Powerbank ohne Genehmigung mit ins Handgepäck darf.
