Review: Electrolux Pure A9 Luftreiniger

Design zum Verlieben und Funktionalitäten zum Heiraten.

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Dieses Produktereview ist eigentlich mehr eine Liebesgeschichte zwischen mir und meinem neuen Luftreiniger. Ich erkläre euch in diesem Testbericht, wieso ich mich in den Pure A9 verliebt habe, warum wir lange gebraucht haben um zu heiraten und weshalb ich garantiert nicht die Scheidung einreichen werde.

Was ist eigentlich ein Luftreiniger?

First things first: was ist eigentlich ein Luftreiniger? Nun, wie der Name schon sagt, ist das ein Gerät, das die Raumluft von verschiedenen Schadstoffen säubert und so das Wohlbefinden des Menschen steigern soll. In der Regel wird die Luft durch einen Aktivkohle- oder HEPA* Filter, bei einigen Modellen auch durch eine Kombination davon, gesaugt und dann wieder an die Umgebung abgegeben. Es gibt auch Geräte, welche die Luft durch ein Wasserbad drücken – die werden dann Luftwäscher genannt.

So ein Luftreiniger ist also ganz schön praktisch, wenn man in einer Gegend mit hoher Umweltbelastung wohnt, Tiere hat, in der Wohnung raucht oder oft geruchsintensiv kocht, krankheitsanfällig ist oder auf Pollen / Hausstaubmilben allergisch ist. Das ganze üble Zeugs wird nämlich ziemlich effizient aus der Luft gefiltert. Geil.

Verschiedenste Hersteller bieten Luftreiniger an – einen Überblick dazu findest du hier in unserem Beitrag zu Pollen.

*HEPA = High Efficiency Particulate Air filter – zur Filterung von Schwebstoffen wie Pollen, Bakterien, Viren, Gasen und vielem mehr.

Wieso brauche ich einen Luftreiniger?

Nun, ich stinke grauenhaft. Und duschen ist keine Option. Quatsch. Ich für meinen Teil bin allergisch auf Pollen und Hausstaubmilben, zudem liebe ich Fondue und rauche ab und zu am Fenster eine Fluppe. Also ganz schön viele Gerüche und Schadstoffe, die ein Luftreiniger für mich aus der Luft filtern könnte. Ich habe schon lange mit verschiedenen Modellen geliebäugelt, weil mir im Frühling / Sommer die Pollen ganz schön zugesetzt haben, konnte mich aber nie entscheiden. Wichtig waren für mich folgende Faktoren:

– hervorragende Filterleistung
– per App steuerbar
– Automatikmodus
– leise im Betrieb
– hübsches Design

Zwar besitze ich schon einen Luftwäscher, aber der scheint vorallem feinste Partikel nicht sehr erfolgreich aus der Luft filtern zu können, da die allergischen Reaktionen bei Pollenflug nur minim weniger stark auftraten. Zudem ist es eher mühsam immer wieder den Wasserbehälter aufzufüllen und auf dem Weg zum Einsatzort die Hälfte zu verschütten. Also musste ein potenteres Gerät her, welches kein Wasser benötigt und vielleicht auch noch ein bisschen hübscher aussieht.

Speaking of Hübschigkeit.

Es folgt ein kleiner Exkurs in Richtung wie der Pure A9 und ich uns das erste Mal getroffen- und, zumindest ich mich, Hals über Kopf verliebt habe.

Ein lieblicher Frühlingstag im Mai 2018. Sonnenschein. Pollenflug. Herstellermesse. Herstellermesse? Ja! Wir führen jährlich eine interne Messe durch, wo Hersteller ihre Neuheiten vorstellen und unsere Fachberater sich informieren und schulen lassen können. Electrolux hatte ebenfalls einen Stand und hat dort ihre Produkte präsentiert. Aber was zum GEIER macht dieser überdimensional grosse Bluetooth-Lautsprecher am Stand von Electrolux? Kaum aufgefallen – gleich nachgefragt.

„Sie, das isch en Luftreiniger, kein Bluetooth-Luutsprächer!“ Jä so! „Sieht imfall noch hübsch aus, ihr Luftreiniger, den merk ich mir!“ Ich habe sie dann noch ungefähr zehn Minuten angehimmelt, die wunderschöne lichtgraue, fünfeckige Säule, die tut als wäre sie ein Lautsprecher, in Tat und Wahrheit aber ein Luftreiniger ist. Schon bald sollte sie für immer an meiner Seite sein. Oh und habe ich die beigen Trageriemen aus Leder erwähnt? Und den Stoffbezug, der sich sanft um den oberen Teil des Luftreinigers schmiegt?

 

Ist er nicht wunderschön, der Electrolux Pure A9?

Ganz ehrlich, das Teil ist ein Meisterwerk schwedischer Designkunst – dezent, edel, ein in sich selbst perfektes Design. Das haben die Schweden definitiv im Griff, vergleiche dazu die aktuellen Modelle des Fahrzeugherstellers Volvo. SWEET BABY JESUS ES GIBT KEINE GEILEREN AUTOS ALS DEN V60, V90 und XC60 bzw. 90. Punkt. Keine Diskussion nötig.

Zurück zum Pure A9 Luftreiniger: ich war bis über beide Ohren verliebt, wusste aber noch nichts über die inneren Werte und zudem war der Release auf April 2019 angesetzt. Ich musste also warten. Fast ein Jahr. Bis der Electrolux Pure A9 endlich volljährig und zum Erwerb bereit war.

In den folgenden Monaten habe ich mich dann immer wieder mit dem Gerät auseinandergesetzt, was nicht einfach war, denn es gab kaum Informationen oder Erfahrungswerte dazu. Wie auch, wenn das Gerät ja erst noch auf den Markt kommt. Es kristallisierte sich aber immer mehr heraus, dass der Pure A9 genau das kann, was ich gerne hätte – es sollten also auch die inneren Werte stimmen.

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Funktionalitäten zum Heiraten

Was den Electrolux Pure A9 besonders auszeichnet und deutlich von der Konkurrenz abhebt, sind die smarten, austauschbaren Filter mit unterschiedlicher Ausrichtung. Aber was heisst das? Das heisst ganz einfach, dass Electrolux Filter für die verschiedensten Schadstoffe anbietet. So gibt es beispielsweise einen Universalfilter, der zwar alles filtern kann, aber in keinem Bereich ein wirklicher Platzhirsch ist. Dieser Filter ist Bestandteil des Lieferumfangs. Es gibt jedoch auch spezialisierte Filter. In der nachfolgenden Tabelle seht ihr, welches Filtermodell für welche Schadstoffe geeignet ist.

 

Breeze 360 Clean 360 Breathe 360 Fresh 360 Care 360
Feinpartikel XX XXX X XX XX
Pollen X X XXX X X
Gerüche XX XX XXX XX
Bakterien & Viren X X X X XXX

 

Breeze 360: Der Allrounder unter den Pure A9 Filtern. Ist im Lieferumfang enthalten und eignet sich für eine bessere Raumluftqualität über alle Bereiche.

Clean 360: Der Spezialist für Feinpartikelfiltration. Geeignet für Wohngebiete mit erhöhtem Luftverschmutzungsgrad. Dieser Filter ist dichter als alle anderen Filter und hat deshalb die HEPA Filterklasse H13, was heisst, dass 99,95% aller Feinpartikel aus der Luft gefiltert werden.

Breathe 360: Der Liebling aller Allergiker – spezialisiert auf Pollen und andere Allergene. Er ist im Verglich zu den anderen Filtern weniger dicht, damit ein möglichst hoher CADR (Clean Air Delivery Rate) Wert erreicht werden kann. Da Pollen relativ gross sind werden sie trotzdem durch den Filter eingefangen – gleichzeitig kann aber eine grössere Luftmenge gefiltert werden.

Fresh 360: Der Antistinker – perfekt für das Zuhause mit Haustieren oder für Raucher. Der Fresh 360 besitzt einen grösseren Aktivkohlefilter als seine Filtergeschwister, da er vorallem flüchtige Verbindungen wie Gerüche entfernen soll.

Care 360: Der Pfleger unter den Filtern – Optimal geeignet für krankheitsanfällige Personen oder Haushalte mit Säuglingen. Dieser Filter ist mit einem speziellen Enzym behandelt worden, welches die eingefangenen Bakterien abtötet.

Der Filter versteckt sich hinter einer Blende, welche ganz einfach entfernt werden kann.

 

Den Pure A9 gibt es übrigens in zwei verschiedenen Grössen: einmal für Räume bis 92 m² und einmal für grössere Räume bis 129 m². Entsprechend gibt es auch die Filter in zwei Grössen, wobei die kleinen Filter jedoch auch beim grossen Pure A9 verwendet werden können.
Auch wichtig zu erwähnen: die Filter sind mit einem Smart Tag ausgerüstet, so erkennt der Pure A9 welcher Filter eingesetzt ist und wie lange dieser bereits in Verwendung ist, damit die Filterlebensdauer angezeigt werden kann. Zudem wird man durch die App darauf hingewiesen, wenn die Filterleistung nachlässt und man sich um Ersatz kümmern sollte.
Achtung: wenn ihr im grossen Pure A9 einen kleinen Filter verwendet, dann kann das Smart Tag nicht mehr gelesen werden und euch stehen die entsprechenden Funktionalitäten in der App nicht mehr zur Verfügung.

Wie lange hält denn so ein Filter für den Pure A9?

Gemäss Herstellerangaben beträgt die Lebensdauer eines Filters ungefähr 360 Tage im 24-Stundenbetrieb bei mittlerer bis starker Luftverschmutzung. Also ganz schön lange wie ich finde.

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Und wenn wir schon von der App sprechen…

Die findet man sowohl auf Google Play, als auch im App Store von Apple. Heissen tut das gute Ding Pure A9. Das Setup des Pure A9 ist denkbar einfach und in wenigen Minuten durchgeführt. Die App lässt sich intuitiv bedienen und funktioniert selbsterklärend. Sie zeigt einem auch die aktuelle Schadstoffbelastung in der Luft, plus die letzten zwölf Stunden in einem schönen, farbigen Kurvendiagramm. Der erste Wermutstropfen: in der App wird nicht erklärt um was es sich bei den einzelnen Messwerten handelt und was die Auswirkungen sind, wenn die Konzentration einzelner Stoffe zu hoch ist.

Die Fernsteuerung des Pure A9 funktioniert einwandfrei und vorallem schnell. Es ist praktisch keine Verzögerung festzustellen.

Leider gibt es hier zwei kleine Wermutstropfen (auf den heissen Stein): 1. Der Pure A9 ist nicht mit Apple Home Kit kompatibel. Zumindest noch nicht. Er lässt sich jedoch via IFTTT weiter automatisieren, oder an andere Geräte koppeln. 2. Leider lassen sich die Electrolux Pure Geräte nicht in einer einzigen App steuern, das heisst wenn man zum A9 auch noch einen Pure I9 Staubsaugroboter hat, benötigt man zwei Apps. Wer weiss, vielleicht vereint Electrolux die beiden Apps in naher Zukunft.

Dashboard der Pure A9 App mit den wichtigsten Infos als Übersicht Details zu den verschiedenen Schadstoffbelastungswerten mit 12 Stunden Historie. Fernzugriff des Pure A9: Ein- / Ausschalten, manuelle Veränderung der Gebläsestufe, Smart-Modus an/aus und die zusätzliche Filterung durch den Ionisator.

Der SMART Modus

Oder auch: Automatikmodus. In diesem Zustand dreht das Gebläse des Pure A9 mit 30% Leistung, ist schön leise und reinigt die Luft kontinuierlich. Dabei wird ständig die folgenden Werte gemessen:

– PM2,5: Feinstaub, der zu 50% aus Partikeln mit einem Durchmesser von 2,5 µm, einem kleineren Prozentsatz an kleineren Teilchen und einem noch kleineren Prozentsatz an grösseren Teilchen besteht.
– CO2: Kohlenstoffdioxid, wie er beispielsweise durch Verbrennungsmotoren, Holzfeuer oder einfach nur durch das Atmen von Mensch & Tier entsteht.
– TVOC: Flüchtige, organische Verbindungen produziert durch Pflanzen, Tiere und Menschen. Oder einfach nur das, was wir auch als Gestank bezeichnen würden.
– Luftfeuchtigkeit: Der Anteil Wasserdampf im Gasgemisch der Luft. Gesund ist ein Prozentwert zwischen 40 und 60 Prozent.
– Temperatur: Die Raumtemperatur halt.

Das Touch-Bedienfeld des Pure A9 im Smart Modus.

Verändert sich ein Wert, so reagiert der Luftreiniger entsprechend mit höherer Drehzahl oder schaltet den Ionisator ein, welcher noch mehr Feinpartikel aus der Luft entfernt. Um die Reaktionsgeschwindigkeit zu testen habe ich in 2 Meter Entfernung etwas Deodorant versprüht. Es dauerte knapp zwei Sekunden, bis der Pure A9 auf 100% Leistung lief und sich über die Aerosole in der Luft her machte. Nach rund zwei Minuten hatte sich mein Pure A9 (eine Namen hat er noch keinen) dann aber auch wieder beruhigt und lief auf 30% Leistung weiter.

Steuern lässt sich der Electrolux Pure A9 neben der App auch über das Touch-Bedienfeld auf der Oberseite des Gerätes. Dort zeigt auch ein dezenter LED-Leuchtring mit der entsprechenden Farbgebung die aktuelle Qualität der Raumluft an.

Fazit

Der Pure A9 überzeugt durch das ganze Band – sowohl vom Design und der Verarbeitung her, aber auch was die Features und die Leistung betrifft. Mir gefällt speziell das unglaublich gelungene Design, in meinen Augen ein wahres Meisterwerk. Ich schätze aber auch die verschiedenen Filter, die mir eine massgeschneiderte Filterung erlaubt. Die App Steuerung finde ich auch sehr toll, weil ich so stets im Bilde bin über die aktuelle Raumluftqualität und ggf. auch von unterwegs eingreifen kann.

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