10 einfache Energiespartipps für deinen Haushalt

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Warum solltest du dir über den Energieverbrauch und die Einsparmöglichkeiten überhaupt Gedanken machen? Du bist doch ökologisch genug: verzichtest auf Plastik, isst weniger oder gar kein Fleisch und trägst nur nachhaltige Kleidung aus einer fairer Produktion.

Unser Alltag wird immer mehr von den technologischen Geräten beeinflusst. Laut eines Berichts von Energieschweiz.ch sind es bis zu 100 Geräte pro Schweizer Haushalt, die täglich in Betrieb sind und somit Strom brauchen. Das moderne Leben ist auf Energie angewiesen und diese wird durch unseren unkontrollierten Verbrauch unnötig verschwendet.

Wer mit Energie sparsamer umgeht, schont die Umwelt und entlastet sein Portemonnaie. Dabei muss er nicht auf moderne Technik verzichten und zum Nomaden werden. Mit energieschonenden und sensorbasierten Haushaltsgeräten lässt sich das Energiesparen zu Hause einfach realisieren, ohne dass die Lebensqualität sinkt.

Unsere Liste hilft dir dabei, die Energiesparmassnahmen in deinen eigenen vier Wänden umzusetzen.

1. Verabschiede dich vom Stand-by Modus

Elektronikgeräte, welche im Stand-by-Betrieb sinnlos Strom ziehen, sind die grössten Energiefresser in deinem Zuhause. Am besten nimmst du alle deine Geräte komplett vom Netz wie z. B. deine Kaffeemaschine, die Spülmaschine, den alten Fernseher, den Drucker, alle Radios, die Hi-Fi-Anlage. Und idealerweise fährst du deinen Computer ganz herunter, wenn du ihn gerade nicht benutzt.

2. Halbiere den Stromverbrauch mit LED-Lampen

Die Beleuchtung verbraucht einen grossen Anteil (bis zu 15%) des gesamten Stroms der Schweiz. Moderne LED-Lichtsysteme können den Verbrauch um bis zu 80% reduzieren. Schon das Buzzword: Smarthome gehört? Setze auf intelligente Sensoren, die das Licht im Korridor und im Aussenbereich automatisch ein- und ausschalten.

3. Setze auf einen Kühlschrank mit hoher Energieeffizienzklasse

Ein Kühlschrank muss ununterbrochen im Betrieb sein. Ganze 365 Tage im Jahr! Das zeigt wie wichtig die Auswahl des richtigen Gerätes mit der Energieeffizienzklasse A+++ ist.

Und noch ein kleiner Tipp am Rande, achte darauf kein warmes Essen in den Kühlschrank zu stellen.

4. Belade deine Geschirrspülmaschine richtig

Wissenschaftler der Uni Bonn bestätigen, dass ein Waschgang  in der Geschirrspülmaschine 50 % weniger Wasser und 28 % weniger Energie als das manuelle Spülen braucht. Sie weisen darauf hin, dass das richtige Beladen der Maschine auch eine grosse Rolle beim Energiesparen spielt. Das Gerät soll immer voll beladen werden!

5. Reduziere den Stromverbrauch beim Kochen und Backen

Wer energieschonend Kochen oder Backen möchte, entscheidet sich für einen Ofen mit Effizienzklasse A++. Diese Geräte sind meistens teurer als solche mit einer geringeren Energieeffizienzklasse. Die Einsparungen zeigen sich allerdings oft schon nach wenigen Jahren.

Für das energiesparende Kochen eignen sich Edelstahl- oder Kupfer-Töpfe am besten, deren Topfgrösse soll mit dem Kochplattendurchmesser übereinstimmen.Vergiss nicht den Topfdeckel aufzulegen – damit sparst du bis zu 60% Strom beim Kochen!

Beim Backen sollte man so oft wie möglich die Umluft-Funktion verwenden. Bei dieser Funktion wird die erhitzte Luft durch einen Ventilator gleichmässig im Backofen verteilt und dadurch wird ein energiesparendes Backen in niedrigeren Temperaturen möglich.

6. Kaffeemaschinen und Wasserkocher

Für viele Menschen gilt: Kein Start in den Tag ohne Kaffee. Nach Angaben von Energieschweiz.ch stehen mehr als drei Millionen Kaffeemaschinen in Schweizer Haushalten. Achte beim Kauf einer für dich passenden Kaffeemaschine auf die Energieetikette und entscheide dich für eine Maschine mit der besten Effizienzklassen und einer energieschonenden Abschaltautomatik.

Verwende beim Wasserkochen stets einen Wasserkocher, egal ob du einen Tee zubereitest oder Pasta kochen möchtest. Ein Wasserkocher verbraucht viel weniger Energie als ein klassischer Herd. Achte dabei auf die Wassermenge – koche nur so viel Wasser, wie du tatsächlich brauchst.

7. Stromsparendes Wohlfühlen

In modernen Wohnräumen sind die Klima- und Heizgeräte nicht wegzudenken. Die ersten sorgen für eine angenehme frische im Sommer und die letzteren für eine wohlige Wärme in der kalten Saison. Herkömmliche Geräte sind oft echte Stromfresser! Empfehlenswert sind 2-in-1 Geräte, sogenannte Heizlüfter-Ventilatoren ausgestattet mit einer Öko-Einstellung, mit der sich bis zu 50 % Energie sparen lässt gegenüber handelsüblichen Klima- und Heizgeräten.

Es lohnt sich auch in Heiz- und Kühlgeräte mit intelligenten Sensoren zu investieren. Die Sensoren erkennen die Anwesenheit einer Person im Raum und passen die Klimatisierung oder Heizung optimal an. Vergiss alte, laute Geräte, welche ständig in Betrieb sein müssen. Das moderne Smarthome lässt grüssen!

8. Ökologisch Waschen

Bevor man sich eine neue Waschmaschine anschafft, sollte man sich Gedanken darüber machen, welche Menge an Kleidern in der Regel in einem Waschvorgang gewaschen wird. Kleine Geräte verbrauchen meistens weniger Energie. Wenn Bedarf für eine grössere Waschmaschine besteht, lohnt es sich in ein Gerät mit sensorgesteuerten Mengenautomatik zu investieren, die den Strom- und Wasserverbrauch optimieren.

Du trägst auch zum Energiesparen bei, indem du auf eine Vorwäsche verzichtest und deine Kleidung bei einer Temperatur von 30 °C wäschst.

9. Beim Bügeln automatisch Energie sparen

Bügle nur die Kleidung, welche wirklich gebügelt werden muss. Bei Unterwäsche, Jacken, Pullovern kann auf das Bügeln verzichtet werden. Wer viel bügeln muss, soll sich ein innovatives Dampfbügeleisen mit energiesparender Eco-Funktion kaufen. Diese Geräte regulieren die Dampfproduktion im Betrieb und verbrauchen 20% weniger Energie als herkömmliche Bügeleisen.

10. Schlau saugen und dabei Energie sparen

Zum stromsparenden Staubsaugen gehört nicht nur ein energieeffizienter Staubsauger, sondern auch eine optimale Handhabung.

„Je mehr Watt ein Staubsauger hat, desto mehr Saugleistung kann er erbringen“ – Ist ein weit verbreiteter Mythos über die Staubsauger. Das ist aber falsch! Die       Staubsauger-Tests von Stiftung Warentest aus dem Jahr 2014 zeigten deutlich:

–  sparsame Staubsauger (mit. ca. 800 Watt) reinigen gleich gut wie Modelle mit einer höheren Wattangabe.

Ab September 2017 dürfen in Europa nur noch Staubsauger mit maximal 900 Watt  Leistung verkauft werden.

Worauf sollte man beim Staubsaugen achten?

1. Sauge nicht überall mit voller Leistung.

Die Saugkraft sollte je nach Bodenart reguliert werden. Für die Reinigung von den Hartböden brauchst du weniger Leistungskraft als bei einer Teppichreinigung.

2. Staubsauge ohne Pause!

Wenn du eine Pause machen musst, schalte das Gerät ab sonst verbraucht das Gerät unnötig Strom.

3. Halte das Gerät sauber

Entleere die Behälter oder Beutel, reinige Filter und Bürsten (auch beim Roboterstaubsauger).

Nur ein gepflegter Staubsauger garantiert eine volle Leistungskraft!

4. Setze auf einen Roboterstaubsauger

Laut eines Berichts von energiesparen-im-haushalt.de bleiben die Roboter deutlich häufiger und länger im Betrieb als herkömmliche Staubsauger. Ein Roboter verbraucht allerdings deutlich weniger Energie als ein herkömmlicher Staubsauger.

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