Data Love

Roberto Simanowski

Deutschsprachige Geisteswissenschaften-, Kunst- und Musikbücher

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Artikelnummer: 9783957570239

Data Love beschreibt die unvermeidliche Obsession, Daten zu sammeln und untersucht ihre kulturellen Nebenwirkungen. Nicht nur Geheimdienste, ...

Data Love beschreibt die unvermeidliche Obsession, Daten zu sammeln und untersucht ihre kulturellen Nebenwirkungen. Nicht nur Geheimdienste, Verwaltungen, Wirtschaft und ein Großteil der Bevölkerung sind elektrisiert von den Möglichkeiten der computergesteuerten Analyse großer Datenmengen, um Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge aufzudecken. Unvermeidlich ist diese Obsession, weil Vermessung ein Handlungsimpuls der Moderne ist, und die Vermessung des Sozialen Erkenntnis verspricht, Fortschritt, besseren Kundendienst und ein leichteres Leben. Roberto Simanowski reduziert Data-Mining nicht auf die Feindlogik Bürger-Staat, sondern diskutiert es als Ausdruck einer kaum beachteten Umgestaltung der Gesellschaft, in die wir alle aus unterschiedlichen Motiven - Geiz, Bequemlichkeit, Narzissmus - verstrickt sind. So vollzieht sich eine "stille" Revolution, angestoßen von Softwareentwicklern, durchgeführt mittels Algorithmen, die zum einen dem Zwang des technisch Möglichen unterliegt, zum anderen auf das Ende der Sozialutopien im Modell der Konsumgesellschaft reagiert.

Technische Informationen

Eigenschaften [Bücher]

Titel Data Love
Autor Roberto Simanowski
EAN 9783957570239
ISBN 978-3-95757-023-9
Format Fester Einband
Herausgeber Matthes & Seitz Verlag
Anzahl Seiten 189
Gewicht 161
Veröffentlichungsdatum 20140601
Veröffentlichung (Jahr) 2014
Autorentext

Lange Fassung von Roberto Simanowski: Roberto Simanowski studierte Literatur- und Geschichtswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, promovierte zur Massenkultur um 1800 und habilitierte sich zur Ästhetik digitaler Medien. Seine Forschungsgebiete sind Postmodernismus, Multikulturalismus, Ästhetik und Kultur digitaler Medien. Simanowski arbeitete an Harvard University, Brown University und Universität Basel und ist seit 2014 Professor für Digital Media Studies und Digital Humanities an der City University Hong Kong. Er ist Gründer und Herausgeber des Journals für Kunst und Kultur digitaler Medien dichtung-digital, Autor von acht Monografien und Herausgeber von sechs Sammelbänden. Zu den Monografien gehören: Interfictions. Vom Schreiben im Netz (Edition Suhrkamp 2002); Digitale Medien in der Erlebnisgesellschaft. Kultur - Kunst - Utopie (Rowohlts Enzyklopädie 2008); Digital Art and Meaning. Reading Kinetic Poetry, Text Machines, Mapping Art, and Interactive Installations (University of Minnesota Press 2011), Digital Humanities and Digital Media. Conversations on Politics, Culture, Aesthetics, and Literacy (Open Humanities Press 2016) sowie die bei Matthes & Seitz erschienenen Studien zur Kultur digitaler Medien Data Love (2014) und Facebook-Gesellschaft (2016), deren dritter Teil, Medienbildung, 2017 erscheint.



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